Sich besser verstehen – einen kleinen Feld- und Flur-Knigge entwickelte die Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit der Jungen DLG. In diesem Beitrag geht es um den guten Umgang mit Nachbarn.

Dem Nachbarn die Hand reichen

Sich besser verstehen – einen kleinen Feld- und Flur-Knigge entwickelte die Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit der Jungen DLG. In diesem Beitrag geht es um den guten Umgang mit Nachbarn.

Als Landwirt hat man selten direkte Nachbarn, mit denen man Haustür an Haustür wohnt. Trotzdem wohnen viele Menschen mit ihrer Haustür an Deinem Betriebsgelände oder Deinen Nutzflächen. Daher ist es auch wichtig, dass Du versuchst, Dich in die Situation Deiner Nachbarn zu versetzen. Wer tagsüber bei der Arbeit in einem stressigen, lauten Büro arbeitet, möchte am Abend, an Wochenenden und in den Ferien die Ruhe der eigenen vier Wände oder Gartenzäune genießen.

Natürlich kennen die Autoren und wir das Dilemma: Als Landwirt bist Du mehr als jeder andere von der Witterung abhängig und hast damit Deine zeitlichen Schwerpunkte nicht in der Hand. Versuche dennoch so gut wie möglich an die Bedürfnisse Deiner Mitmenschen zu denken. Hier sind ein ppar Anregungen und Ideen für ein unkompliziertes Miteinander:

  • Versuche alle möglichen Arbeitsgänge auf Feld und Straße auf Tageszeiten zwischen 07:00 Uhr und 18:00 Uhr zu legen.
  • Solltest Du aber vor der nächsten Regenfront doch noch bis nachts um 03:00 Uhr dreschen, dann lass es nicht einfach dabei bewenden. Es gibt viele Möglichkeiten sich bei den Mitmenschen für das Verständnis an solchen Tagen zu bedanken. Spende auf dem nächsten Dorffest ein wertiges Geschenk für die Tombola, lade den Kindergarten zum Grillfest ein, stelle für das Schützenfest ein Fass Freibier zur Verfügung oder schalte eine kurze Anzeige in der lokalen Zeitung.
  • Im Optimalfall kündigst Du den Nachbarn solche Nacht- und Sonntagseinsätze auch im Vorfeld an. Drucke kleine Postkarten mit den betreffenden Tagen und Uhrzeiten aus und weise Deine Mitmenschen darauf hin, dass während der Gülleausbringung keine Wäsche draußen getrocknet werden sollte. Du kannst auf dem Hinweis sogar eine kurze Erklärung unterbringen, warum Du den genannten Arbeitsvorgang durchführen wirst. Das ganze geht natürlich auch mit modenen Kommunikationswegen. Zum Beispiel kannst Du auch eine Whatsapp-Gruppe mit allen betroffenen Anwohnern einrichten. So sparst Du Dir die vielen Wege zu den einzelnen Briefkästen und kannst auch kurzfristig auf wichtige Vorkommnisse hinweisen. Die „GülleWhatsapp“-Gruppe ist hierfür ein bekanntes Beispiel.
Das Original „Ein kleiner Knigge für Feld und Flur“ der Jungen DLG findest Du hier.

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