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Der GeHo 2.0 - Christinas ganz eigenes Ding und es geht wieder voran. Für ihre eigenen Ideen und ihre Vision für den Genholter Hof ist Christina nach Berlin gefahren. Was sie dort gemacht hat, erfahrt ihr hier.

GeHo 2.0 – Platz für Coworking-Spaces auf dem Hof?

Der GeHo 2.0 – Christinas ganz eigenes Ding und es geht wieder voran. Für ihre eigenen Ideen und ihre Vision für den Genholter Hof ist Christina nach Berlin gefahren. Was sie dort gemacht hat, erfahrt ihr hier. 

Hallo ihr fleißigen Hofhelden,

Hofübernehmerin Christina aus Nordrhein-Westfalen.

Hofübernehmerin Christina aus Nordrhein-Westfalen

wow – jetzt sind schon wieder mehrere Wochen nach meinem letzten Blogbeitrag, in welchem ich euch von „dem Loch“, in dem ich mich befunden habe, berichtete, vergangen. Umso mehr freut es mich nun, euch sagen zu können, dass ich erfolgreich aus diesem herausgekrabbelt bin und mich nun motiviert altbekannten, aber auch neuen Aufgaben, gewidmet habe. Aber eins nach dem anderen:

Zuletzt befanden wir uns im August und das bedeutet für den Genholter Hof zwei Wochen Uuuuurlaub. Naja okay, genau genommen eher für unsere MitarbeiterInnen im Bauerncafé und Hofladen, ganz besonders aber für meine Eltern! Denn die beiden erkunden nun, wie im letzten Beitrag angedeutet, 10 Tage mit de Fiets [fits] (zu Deutsch: Dem Fahrrad) die Ostsee und genießen – hoffentlich!!! – die Zeit voller Ruhe und Zweisamkeit. Da unsere KundInnen während dieser Zeit aber nicht auf unsere Kartoffeln verzichten mögen (was wir vollkommen nachvollziehen können 😉), läuft die Belieferung des Lebensmitteleinzelhandels, sowie die Vermietung der Gästezimmer normal weiter. Damit füllt sich derzeit also mein Alltag, sodass mir überhaupt nicht langweilig werden kann. Ganz im Gegenteil: Denn, wenn dazu dann noch eine kleine „to-do“-Liste mit Erledigungen kommt, die meine Eltern mir großzügigerweise noch schnell zugesteckt haben und auf der Dinge wie „frisch gepflanzte Erdbeeren bewässern“ oder „Getränkekühlschrank abtauen“ stehen, komme ich ganz sicher nicht auf dumme Gedanken. Aber ich mag mich gar nicht beschweren! Denn in dieser Zeit kann ich mir meinen Tag, bis auf einige wenige Punkte, komplett frei einteilen. Der ein oder andere mag nun vielleicht denken: „Aber naja, sie ist doch fast schon selbstständig. Kann sie sich nicht ansonsten auch den Tag frei organisieren?“ Schmunzelnd möchte ich darauf antworten: „Doch, das kann und tue ich auch. Jedoch gestaltet sich das, wenn MitarbeiterInnen vor Ort sind, nicht immer ganz so einfach. Somit genieße ich nun die paar Tage, an denen nur sehr selten ein fragendes „Christinaaa?“ kommt 😉.

Gleichzeitig versuche ich aber natürlich auch die ruhigere Zeit zu nutzen, und die Vision rund um den GeHo 2.0 ein bisschen zu festigen. Und wo geht das besser als an einem Ort, der für ruhiges Arbeiten geschaffen und mehr als 500km vom Genholter Hof entfernt ist? Richtig – so habe ich mich vor dem Urlaub aufgemacht, das COCONAT in Brandenburg aufzusuchen. Dies habe ich natürlich ganz uneigennützig mit einem Besuch bei meiner Schwester und ihrem Freund in Berlin verbunden. Wann sehen wir uns schließlich derzeit noch in Ruhe und haben dann noch ein paar Stunden, um über GeHo 2.0 zu plaudern?

Zur Zeit ist das Thema außerhalb des Büros zur arbeiten präsenter denn je. Coworking-spaces bieten genau diese Möglichkeit. Foto: privat

Das COCONAT ist ein Coworking-Space und steht für „Gemeinschaft und konzentriertes Arbeiten in der Natur („community and concentrated work in nature“). Aber bevor ihr nun ganz abschaltet, hier eine kurze Definition, was denn dieses Coworking generell ist: Coworking bedeutet frei übersetzt eigentlich einfach nur „zusammenarbeiten“. Es zielt darauf ab, dass ganz viele verschiedene Menschen aus unterschiedlichen Bereichen einen flexiblen Arbeitsplatz miteinander teilen. Dabei arbeiten die jeweiligen Personen völlig unabhängig voneinander, können aber, sofern gewünscht, auch den Austausch untereinander suchen, um so ggf. auch einen Mehrwert für sich oder die jeweilige Arbeit zu erhalten (Quelle: shareDNC). Hier könnt ihr euch direkt mal ein Bild machen, wovon ich hier berichte. Denn genau dort habe ich mich ein paar Stunden eingebucht und mir Zeit genommen, bestimmte Ideen und Visionen für den GeHo 2.0 einmal zu definieren. Beim (freiwilligen) gemeinsamen Mittagessen bestand dann auch die Möglichkeit, sich auszutauschen.

Ich nutzte die Zeit voll und ganz für den GeHo 2.0. Für diesen steht – obacht – unter anderem eben auch eine mögliche Einrichtung von coworking-spaces zur Diskussion, weswegen ich das COCONAT auch genauestens unter die Lupe genommen habe. Denn mir stellt sich schon noch die Frage, ob ausreichend Platz und die Möglichkeit, Arbeitsplätze im Freien (Feld) anbieten zu können, wirklich ein lukrativer Zweig für den GeHo ist. Klar spielen Alternativen zum (heimischen) Büroarbeitsplatz in diesen Zeiten eine große Rolle, aber es muss schließlich auch umsetzbar und vor allen Dingen nachgefragt sein. Betrachtet man jedoch die Angebotsanzahl von Coworking Spaces, existierten 2007 weltweit 14 Coworking Spaces, wohingegen für 2020 mehr als 26.000 dieser flexibel genutzten Arbeitsplätze vorhergesagt werden (Quelle: shareDNC). Also lohnt es sich für mich, mich zumindest einmal näher mit dieser Idee zu beschäftigen.

In der Natur kommt man selbst beim arbeiten richtig zur Ruhe. Foto: privat

Und genau dies habe ich vor, wenn ich in einer Woche auf eine kleine Inspirationsreise gehe. Auf dieser werde ich mir nicht nur mehrere Coworking-Spaces anschauen und den direkten Austausch mit den jeweiligen Inhaber:innen und Betreiber:innen suchen, sondern mich auch mit Menschen treffen, die schon so einige solcher Projekte auf Weg gebracht haben. Wer das sein wird und wohin die Reise genau geht, berichte ich euch gerne beim nächsten Mal. Wenn ihr aber bis dahin nicht abwarten wollt, könnt ihr mir gerne bei Facebook & Instagram folgen – denn hier werde ich versuchen, einen intensiveren Einblick meiner Reise zu geben.

 

Also ihr seht, der Weg „den eigenen Betrieb und die Vision GeHo 2.0“ zu finden, ist ein steter Lernprozess, in welchem Tiefen einfach dazugehören und normal sind. Dabei ist es wichtig, sich nicht zu fragen „Bin ich auf dem Holzweg? Was mache ich hier eigentlich?“, sondern zu lernen, dass es ein ganz normaler Reifeprozess ist, den es gilt auszuhalten.

Eure Christina

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