Soll ich nun übernehmen oder nicht? Im Rahmen ihrer Überlegungen hat Christina ein Visionsplakat erstellt, bei dem deutlich geworden ist: Land und Landwirtschaft spielen eine große Rolle in ihrer Zukunft. So ist sie dabei vorgegangen.

Mit einer Vision in die Zukunft

Soll ich nun übernehmen oder nicht? Im Rahmen ihrer Überlegungen hat Christina ein Visionsplakat erstellt, bei dem deutlich geworden ist: Land und Landwirtschaft spielen eine große Rolle in ihrer Zukunft. So ist sie dabei vorgegangen.

Christina kommt von einem landwirtschaftlich-gastronomischen Hof, hat ihren Bachelor in Betriebswirtschaftslehre in der Tasche und steht nun vor der Frage aller Fragen: "Soll ich den Betrieb übernehmen oder nicht?" Auf Hofheld nimmt sie Dich mit auf den Weg zu ihrer Entscheidung, inklusive Sackgassen, Umwegen, Pannen, Schnellstraßen und wunderbaren Ausblicken.

Christina nimmt Dich mit auf ihrem Weg zur Hofübergabe.

Hallo ihr fleißigen Hofhelden,

im letzten Beitrag habe ich Euch ja erzählt, dass ich mithilfe eines Stärkenfinders herausgefunden habe, was ich wirklich gut kann und daraufhin dann ein Visionsplakat für meine Zukunft erstellt habe. Da stand ich nun mit meinen 5 Stärken und meinem Visionsplakat vom liebevoll genannten „GeHo“ (für Genholter Hof). Anfangs konnte ich nicht einschätzen, ob das tägliche Betrachten meiner Vision mich einfach nur noch mehr einschüchterte oder aber ermutigte, diese wunderbare Möglichkeit zu nutzen. Was nutzen schon Bilder? Und ist es nicht ein bisschen zu viel verlangt, sich von einem solchen Plakat eine Lösung zu erhoffen?

Aber eins nach dem anderen:

Im Coaching erklärte mir Yvonne noch einmal genau, was meine Stärken über mich aussagen und welch wichtige Rolle sie auch mit Blick auf eine Selbstständigkeit spielen könnten. Um im Zuge dessen meine wirren Gedanken zu ordnen, begannen wir mit (m)einem *trommelwirbel* Visionsplakat. Dabei standen Fragen wie: „Welche Bilder passen zu dir und deinem Alltag in 10 Jahren?“, „Was ist dir wichtig?“, „Welche Rolle wirst du in deinem Leben spielen wollen?“ im Mittelpunkt. Hier ging es noch nicht einmal um die Selbstständigkeit an sich, sondern vielmehr darum, wie ich mir MEIN Leben vorstellte.

Christina hat auf ihrem Weg zur Hofübernahme erstmal überlegt, wo eigentlich ihre Stärken liegen. Auf dieser Basis hat sie dann mit etwas Hilfe ihre Vision für den Familienbetrieb entwickelt.

In Münster hing mein Visionsplakat direkt neben dem Bett. Zuhause im Büro muss ich den perfekten Platz dafür noch suchen. Foto: privat

Zur Visualisierung gab Yvonne mir einen ganzen Haufen unterschiedlichster Zeitungen, aus denen ich alle möglichen Bilder und Sprüche herausschneiden durfte, die mir zusagten. Besonders war ich von bestimmten Bildern mit Häusern im Landhausstil verzaubert. Die Mischung aus Moderne und Ländlichem hat meine Vision nur noch mehr befeuert. So hatte ich nach kurzer Zeit ganz viele Bilder beisammen, die mein Leben, wie ich es mir für mich in 10 Jahren wünsche, zeigten. Von einer weiterhin sehr engen Beziehung zu meiner Familie und meinen Freunden, über den Aufbau einer eigenen Familie, spielten auch Sport und Gesundheit aber auch – Achtung Achtung! – die Landwirtschaft und der Wunsch nach „die eigene Chefin sein“ eine nicht unbedeutende Rolle. Und da war er wieder: Der Gedanke der Selbstständigkeit.

Erstmal ein Praktikum

Yvonne gab mir noch ein paar Übungen an die Hand, die dabei helfen sollten, besser mit der Unsicherheit beim Thema der Selbständigkeit umgehen zu können. Gleichzeitig betonte Yvonne aber auch, dass die Übernahme eines solchen Familienunternehmens Chance und Risiko zugleich sein kann. Denn schließlich würde ich dann tagtäglich mit meiner Mutter, welche dann gleichzeitig auch meine Chefin ist, zusammenarbeiten. Somit stand ich also schon vor der nächsten Frage: Ein Semester bis zum Studienabschluss steht noch vor dir und dann? Es sollte ohnehin noch ein Praktikum her vor dem letzten Semester. Warum dann nicht gleich die Chance nutzen, und das im eigenen Betrieb machen?

Gesagt – getan. So vermietete ich im Sommersemester 2018 meine Wohnung zwischen und zog mit Sack und Pack für ein halbes Jahr wieder in mein Kinderzimmer im beschaulichen Brüggen. Kopfüber ging es für mich in die bei uns auf dem Hof arbeitsintensivste Zeit – in die Spargelzeit. Was mich dort erwartete und wie die Zusammenarbeit läuft, wenn deine Eltern gleichzeitig deine Chefs sind, berichte ich im nächsten Blogbeitrag.

Bis dahin wünsche ich reichlich Regen für Euch alle 😊

Christina

Beitragsbild: Elena Peters Fotografie

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