Christina hat auf ihrem Weg zur Hofübernahme erstmal überlegt, wo eigentlich ihre Stärken liegen. Auf dieser Basis hat sie dann mit etwas Hilfe ihre Vision für den Familienbetrieb entwickelt.

„Was kann ich eigentlich gut?“

Christina hat auf ihrem Weg zur Hofübernahme erstmal überlegt, wo eigentlich ihre Stärken liegen. Auf dieser Basis hat sie dann mit etwas Hilfe ihre Vision für den Familienbetrieb entwickelt.

Christina kommt von einem landwirtschaftlich-gastronomischen Hof, hat ihren Bachelor in Betriebswirtschaftslehre in der Tasche und steht nun vor der Frage aller Fragen: "Soll ich den Betrieb übernehmen oder nicht?" Auf Hofheld nimmt sie Dich mit auf den Weg zu ihrer Entscheidung, inklusive Sackgassen, Umwegen, Pannen, Schnellstraßen und wunderbaren Ausblicken.

Christina aus Nordrhein-Westfalen

Hallo ihr fleißigen Hofhelden,

zuletzt habe ich darüber berichtet, dass ich nun seit dem Gespräch mit dem Berater der Landwirtschaftskammer ganze 17.520 Stunden und noch mehr Minuten Zeit habe, mir Gedanken über DIE Entscheidung zu machen. Eine lange Zeit, wenn man‘s isoliert betrachtet. Wenn man aber – so wie ich – gleichzeitig auch noch ein Studium über die Bühne bringen, weiterhin die Eltern unterstützen und natürlich auch noch etwas Freizeit haben möchte, bleiben von den 17.520 Stunden ganz schnell nur noch ganz wenige Stunden übrig.

Daher war es mir stets wichtig, die wenige Zeit, die ich netto für meine Entscheidungsfindung habe, auch fundiert und möglichst effektiv zu füllen. So war mir auch schnell klar, dass ich Unterstützung von Profis brauche. Deswegen habe ich den naheliegenden Schritt gemacht und erst einmal den Kontakt zur Leiterin des Seminars gesucht, in dem es „Klick“ gemacht hat.

Die eigenen Stärken finden

Auch wenn Yvonne, die Leiterin, keinen beruflichen Bezug zur Landwirtschaft hat, so hat sie mein Anliegen sofort begeistert unterstützt. Sie empfahl mir das Buch Entdecken Sie Ihre Stärken jetzt von Marcus Buckingham. Darin sind neben vielen Tipps zur Führung auch ein Stärkenfinder enthalten.

Christina hat auf ihrem Weg zur Hofübernahme erstmal überlegt, wo eigentlich ihre Stärken liegen. Auf dieser Basis hat sie dann mit etwas Hilfe ihre Vision für den Familienbetrieb entwickelt.

Wohin will ich eigentlich mit dem Genholter Hof? Foto: privat

Buckingham geht davon aus, dass jeder Mensch 5 persönliche Stärken hat, die man mit diesem Finder bestimmen kann, indem man gedanklich 180 verschiedene Situationen durchläuft und sich für jeweils eine der vorgeschlagenen Verhaltensweisen entscheidet. Dadurch kristallisieren sich dann die 5 persönlichen Stärken heraus. Gesagt – getan – gekauft.

Hintergrund von Yvonnes Empfehlung war es, anhand meiner eigenen 5 Stärken die erste grundlegende Frage zu beantworten: „Bin ich überhaupt der Typ für eine Führungsposition innerhalb des zu übernehmenden Familienunternehmens oder nicht?“.

Die eigenen fünf Stärken schwarz auf weiß zu sehen, ist schon gruselig.

Für mich war der Test sehr hilfreich. Und Ich kann euch sagen, die 5 eigenen Stärken erst einmal schwarz auf weiß zu sehen, ist schon gruselig. Auf einmal hatte ich klar vor mir, was ich so richtig – ich meine so richtig, richtig – gut kann. Und ein kurzer Abgleich mit meinem bisherigen Weg hat mir deutlich gezeigt, dass die definierten Stärken tatsächlich stimmen 😊

Meine Vision für den Familienbetrieb

Meine Stärken haben mit ermutigt, den (gedanklichen) Weg in Richtung Selbstständigkeit weiter zu gehen. Daher habe ich im Frühjahr 2018 ein richtiges Coaching bei Yvonne dahingehend gemacht. Auf Grundlage der Stärken haben wir gemeinsam begonnen, (m)eine Vision für den Familienbetrieb zu entwickeln. An folgenden Fragen haben wir uns orientiert:

  • Was kann ich mir vorstellen?
  • Wo sehe ich mich persönlich?
  • Welche Rollen sollen meine Eltern/meine Familie im Betrieb spielen?
  • Was wünsche ich mir?

Aus den Antworten zu diesen Fragen habe ich eine Collage, mein „Visionsplakat“, entwickelt. Das habe ich in Münster direkt neben mein Bett gehängt, sodass ich meine Vision, meinen Traum immer direkt bildlich vor mir hatte.

Christina hat auf ihrem Weg zur Hofübernahme erstmal überlegt, wo eigentlich ihre Stärken liegen. Auf dieser Basis hat sie dann mit etwas Hilfe ihre Vision für den Familienbetrieb entwickelt.

In Münster hing mein Visionsplakat direkt neben dem Bett. Zuhause im Büro muss ich den perfekten Platz dafür noch suchen. Foto: privat

Welche Rolle die Unsicherheit genau gespielt hat und wie wichtig das Visionsplakat für mich noch werden würde, erfahrt in meinem nächsten Beitrag.

Eure Christina

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