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Im Punkt Hofübernahme muss sich Christina auf dem Weg ihrer Entscheidungsfindung auch Gedanken darüber machen, wie sie sich gegenüber der langjährigen Mitarbeiter verhält. Den ersten Schritt hat sie schonmal hervorrangend gemeistert.

Hofübernahme: Wie gehe ich eigentlich mit den Mitarbeitern um?

Im Punkt Hofübernahme muss sich Christina auf dem Weg ihrer Entscheidungsfindung auch Gedanken darüber machen, wie sie sich gegenüber der langjährigen Mitarbeiter verhält. Den ersten Schritt hat sie schonmal hervorrangend gemeistert.

Landwirtstochter Christina aus Nordrhein-Westfalen.

Landwirtstochter Christina aus Nordrhein-Westfalen.

Hallo Ihr fleißigen Hofhelden,

es ist nun eine ganze Weile her, dass Ihr zuletzt von mir gehört habt. Zwischendurch habt Ihr Euch vielleicht nicht nur über ein bisschen Regen, sondern auch über einen Beitrag meiner Schwester Kathrin freuen können. In diesem berichtete sie, wie es für sie als weichende Erbin ist, alles mitzuerleben und welche grundlegenden Steine sie für uns in dem so wichtigen Prozess der möglichen Übernahme ins Rollen gebracht hat.

Nun also wieder zurück zu mir und meiner Entscheidungsfrage: „Übernehmen: Ja oder Nein?“. Auch wenn für viele von Euch sicher die Zusammenarbeit mit Euren Chefs und damit gleichzeitig mit Euren Eltern längst Alltag ist, war und ist es auch immer noch ein Prozess für mich, den Spagat zwischen beidem zu finden.

Im Punkt Hofübernahme muss sich Christina auf dem Weg ihrer Entscheidungsfindung auch Gedanken darüber machen, wie sie sich gegenüber der langjährigen Mitarbeiter verhält. Den ersten Schritt hat sie schonmal hervorrangend gemeistert.

Für viele künftige Hofübernehmer ist es Alltag, dass die Chefs gleichzeitig die Eltern sind. Für Christina ist und bleibt es ein Spagat. Foto: privat

Das galt demnach auch besonders für die Rolle, die ich während meines Traineeships gegenüber den Mitarbeitern meiner Eltern bzw. meiner Kollegen eingenommen habe. Denn mit dem stolzen Betriebsalter von 20 Jahren geht eben auch einher, dass viele von ihnen mich haben aufwachsen sehen und an verschiedensten Lebensphasen teilgenommen haben.

So waren sie stets dabei, wenn ich Klausuren erfolgreich (oder auch weniger erfolgreich) bewältigt habe oder meinen ersten Liebeskummer durchleben musste. Wie sollten diese sich nun mit gegenüber verhalten, ohne mir sofort das Gefühl des Nachfolgers zu geben? Denn das wollte ich auf keinen Fall! Und die viel wichtigere Frage: „Wie sollte und durfte ICH ihnen gegenüber reagieren?“.

Im Punkt Hofübernahme muss sich Christina auf dem Weg ihrer Entscheidungsfindung auch Gedanken darüber machen, wie sie sich gegenüber der langjährigen Mitarbeiter verhält. Den ersten Schritt hat sie schonmal hervorrangend gemeistert.

Viele der Mitarbeiter des Genholter Hofs haben Christina in verschiedensten Lebensphasen begleitet. Foto: privat

Die Antwort lautete für mich erstmal: „Nicht anders als sonst auch“. Denn wie soll man einer Gruppe von Mitarbeitern erläutern, dass ich „nur“ ein halbes Jahr bei meinen Eltern arbeitete um einmal „auszuprobieren, ob das Ganze etwas für mich ist“. Und ich damit keineswegs eine Übergabe einläuten oder gar den vorzeitigen Abbruch meines Studiums verkünden wollte. Es ging mir im weitesten Sinne darum, die wichtigste Zeit auf unserem Betrieb einmal noch näher als ohnehin schon mitzuerleben. Sollte es eine Zukunft mit dem Genholter Hof und mir geben, setzt diese schließlich Spargel und Erdbeeren und damit auch eine enge Zusammenarbeit mit vielen dieser Kollegen voraus, oder? 😉 Ich wollte also meine Fragezeichen im Kopf ausschalten – auch wenn dafür vielleicht bei den Mitarbeitern, welche angegangen sind 😀

Im Punkt Hofübernahme muss sich Christina auf dem Weg ihrer Entscheidungsfindung auch Gedanken darüber machen, wie sie sich gegenüber der langjährigen Mitarbeiter verhält. Den ersten Schritt hat sie schonmal hervorrangend gemeistert.

Wenn es eine gemeinsame Zukunft von Christina und dem Genholter Hof gibt, setzt dies eine enge Zusammenarbeit mit den Kollegen voraus. Foto: privat

Tatsächlich entschloss ich mich dazu, unsere Mitarbeiter erst NACH der gemeinsam erfolgreich bewältigten Spargelsaison darüber aufzuklären, dass dieses Traineeship ein Baustein auf meinem Weg zur Entscheidungsfindung war. Ich berichtete ihnen von meinem bisherigen Weg, wie ihr ihn bereits hier bei Hofheld lesen durftet – Studium – Seminar – Vision – bääääääm. Sie waren völlig begeistert von davon und stellten viele Fragen, ganz ohne mir das Gefühl zu geben, ich MÜSSTE sofort eine Entscheidung treffen.

Im Punkt Hofübernahme muss sich Christina auf dem Weg ihrer Entscheidungsfindung auch Gedanken darüber machen, wie sie sich gegenüber der langjährigen Mitarbeiter verhält. Den ersten Schritt hat sie schonmal hervorrangend gemeistert.

Die Kollegen respektieren, dass Christina erstmal ausprobieren will, wie es sich als Vollzeitmitarbeiterin anfühlt. Foto: privat

Besonders überrascht war ich davon, wie viel Respekt sie mir gegenüber aussprachen, dass ich diesen Weg mit einer solchen Zielstrebigkeit gegangen bin und erst einmal für mich persönlich abklären wollte, wie sich eine Vollzeitmitarbeit anfühlt. Denn letztlich wollte und möchte ich meinen Eltern immer noch eine fundierte Antwort auf die Nachfolgefrage geben können, die im besten Fall natürlich auch unseren Mitarbeitern zu Gute kommt.

Wie die Reise der Entscheidungsfindung weiterging und welche Rolle dabei auf einmal auch verschiedene Podcasts sowie ein Südtirol Urlaub spielten, erfahrt Ihr im nächsten Blogbeitrag.

Bis dahin sende ich herzliche Ernte-Dank-Grüße vom Niederrhein,

Eure Christina

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