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Endlich einmal raus von zu Hause – Meine Entscheidung zur Vorführfahrerin

Endlich einmal raus von zu Hause! Dass hat sich Christiane gedacht und die Entscheidung getroffen Vorführfahrerin zu werden. Was sie dort erlebt hat, erfahrt ihr in ihrem neuen Blogbeitrag.

Hallo liebe Hofheld- Community,

Ackerbäuerin Christiane aus Rheinland-Pfalz.

Ackerbäuerin Christiane aus Rheinland-Pfalz.

heute sende ich euch schöne sonnige Grüße aus Niedersachsen.
Nachdem ich nun seit Ende März zu Hause in unserem Familienbetrieb täglich mitgeholfen habe, wollte ich nun unbedingt noch einmal etwas anderes erleben und sehen bevor es im Oktober mit meinem Studium in Triesdorf losgeht. Und somit bewarb ich mich im Juni als Vorführfahrerin bei einem großen Landmaschinenhändler in Niedersachsen. Aufgrund von Corona verlief die Bewerbung bei dem Händler nicht gewöhnlich ab, sondern nur per E-mail und über das Telefon. Ein persönliches Vorstellungsgespräch war zu diesem Zeitpunkt auch sehr schwierig aufgrund der verschärften Corona-Maßnahmen. Auch die Suche nach einer Ferienwohnung stellte sich als äußerst schwierig heraus, da zu diesem Zeitpunkt die Ferienzeit begann und die Familien Urlaub in Deutschland genießen wollten und nicht im Ausland, woran Corona wiederum Schuld trägt. Außerdem ist die Gegend hier im Harz
eine Kurregion und überwiegend ausgebucht. Nach einer tagelangen Suche fand ich letztendlich eine Ferienwohnung in der Nähe, die meinen Bedürfnissen entsprach. Mir persönlich war es nur wichtig, dass eine Küche in der Wohnung vorhanden ist, damit ich auch nach einem späten Feierabend mir etwas zu essen kochen kann.

Am 31.07. begab ich mich dann allmählich auf meine erste längere Auszeit von zu Hause, meinen Eltern, meiner Schwester und meinen Freunden. Von nun an trennen mich ganze 350 km von meiner geliebten Heimat, aber ich habe es mir selbst so ausgesucht, denn man sollte solche Zeitpunkte sinnvoll nutzen, um in jungen Jahren noch Erfahrungen zu sammeln. Irgendwann ist nämlich der Zeitpunkt angelangt, der diese Erfahrungen nicht mehr möglich macht. Seit dem 01.08. bin ich nun schon hier und durfte ab diesem Zeitpunkt an die Vorführungen für den Mähdrescher T660i von John Deere übernehmen, womit ich nicht wirklich gerechnet hatte. Mir wurde schon an meinem ersten Arbeitstag der Mähdrescher anvertraut, obwohl ich zuvor noch keine Erfahrungen mit diesem Gespann gesammelt hatte. Aber mein Chef nahm dies mit Gelassenheit und zeigte mir jeden einzelnen Handgriff und Knopf. Innerhalb von zwei Tagen hatte ich den Dreh raus und begann mich auf der Maschine richtig wohl zu fühlen. Insgesamt verbrachte ich fast 3 Wochen mit dem T- Mähdrescher und führte diesen jeden Tag einem anderen Landwirt bzw. einer Agrargesellschaft vor.

Endlich einmal raus von zu Hause! Dass hat sich Christiane gedacht und die Entscheidung getroffen Vorführfahrerin zu werden. Was sie dort erlebt hat, erfahrt ihr in ihrem neuen Blogbeitrag.

Immer wieder etwas neues kennenlernen. Ein Vorteil einer Vorführfahrerin. Foto: privat

 

Erfahrungen sind das A & O in der Landwirtschaft

Im Großen und Ganzen war das Dreschen eine schöne Erfahrung für mich, auch wenn das Mähdrescher fahren nicht nur goldene Seiten hat. Aber so schnell lasse ich mich nicht unterkriegen, auch wenn ich mit dem Drescher schon in der Innenstadt gelandet bin, da ich mich hier in Thüringen und Niedersachsen nicht wirklich gut auskenne und nur mit Google Maps an meine Ziele finde. Jedoch bewältigte ich in diesen 3 Wochen nicht nur die engsten Gassen mit Bravour, sondern auch so manche nasse Löcher, die mich kurz in Angst und Schrecken versetzten. Aber gäbe es solche Momente nicht, wäre es ja viel zu langweilig und nur aus diesen Momenten kann man etwas lernen und seine eigenen
Erfahrungen sammeln.

Zu einer der ersten Erfahrung, die ich aus meiner Erntezeit mitnehmen konnte, gehört zum einen mit Problemen gelassen umzugehen und einen kühlen Kopf zu bewahren, auch wenn die Situation sehr brenzlich ist.

Endlich einmal raus von zu Hause! Dass hat sich Christiane gedacht und die Entscheidung getroffen Vorführfahrerin zu werden. Was sie dort erlebt hat, erfahrt ihr in ihrem neuen Blogbeitrag.

John Deere 9600i – Abwechslung als Vorführfahrerin wird groß geschrieben. Foto: privat

Nicht nur Mähdrescher fahren!

In den vergangenen Wochen habe ich wirklich sehr viel Zeit auf dem T660i verbracht, aber umso mehr freute ich mich auf die Vorführung der neuen 7 und 8 R Modelle von John Deere, die in vergangenem Jahr auf der Agritechnica vorgestellt wurden. Diese beiden Modelle führte ich gemeinsam mit einem Verkaufsberater der Firma bei interessierten Landwirten und Agrargesellschaften vor. Bei einer solchen Schleppervorführung gehört zu meinen Aufgaben zu allererst die Umsetzung der Maschine zu dem interessierten Betrieb. Dort erfolgt dann die Einweisung in die Maschine und die Dokumentation der
Maschinendaten (Seriennummer, Kennzeichen, Betriebsstunden, Füllstand von Diesel/ Ad Blue). Außerdem ist auch die Ermittlung des Maschinenzustands (wie z.B. Kratzer, Dellen oder Beschädigungen) bei der Traktorübergabe sehr wichtig, um Missverständnisse im Nachhinein zwischen Betrieb und Händler zu verhindern. Die Einweisung in die Maschine erfolgt meist auf dem Hof ohne Anbaugerät und dann nochmal auf dem Feld mit dem Anbaugerät des Kunden. Wünscht der Betrieb jedoch eine Vorführung von Traktor sowie einem Anbaugerät, so erfolgt die Einweisung meist auf dem Feld. Zu Beginn bleiben der Verkaufsberater und ich noch bei der Maschine dabei, damit der Fahrer bei auftretenden Fragen noch die Möglichkeit hat, uns zu fragen. Die wirklich wichtigen Fragen treten nämlich in 95% der Fälle erst auf, wenn sich ergiebig mit der Maschine auseinander gesetzt wird. Sind alle Fragen des Kunden beantwortet und funktioniert der Schlepper, so kann die nächste Vorführung erfolgen.

Zu Beginn meiner Tätigkeit als Vorführfahrerin hätte ich niemals damit gerechnet, dass die Zeit im Norden/ Osten mir so viel Spaß bereiten würde und vor allem hätte ich niemals damit gerechnet, dass ich in einem Monat so viele nette Menschen kennenlerne und auch sofort vollstes Vertrauen von meinem Chef erhalte. Nicht nur die Großtraktoren und Erntemaschinen überraschten mich, sondern auch die Lebenseinstellung mancher Menschen und Kollegen. Sie sind offen, hilfsbereit und bringen mich immer wieder zum Lachen. Ich bin überglücklich, dass ich mich damals zu diesem Abenteuer entschlossen habe und ich kann es Jedem weiterempfehlen, der offen für neue Abenteuer und
Erfahrungen ist.

Endlich einmal raus von zu Hause! Dass hat sich Christiane gedacht und die Entscheidung getroffen Vorführfahrerin zu werden. Was sie dort erlebt hat, erfahrt ihr in ihrem neuen Blogbeitrag.

Foto: privat

So meine Lieben,
jetzt aber genug zu mir und meiner Tätigkeit als Vorführfahrerin. Nun steht die spannende Maisernte vor der Tür, auf die ich schon seit Monaten sehnsüchtig warte. Aber zum Thema Maisernte erfährt Ihr mehr in meinem nächsten Beitrag… seid gespannt, passt auf euch auf und vor allem bleibt verschont von dem sehr ansteckenden Maisfieber 🙂 Und ich genieße jetzt noch meine restliche Zeit hier im Osten, umgeben von meinen geliebten grün/ gelben Hirschen.

Bis dann
Eure Christiane

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