Leo Rösel hat beim CeresAward das Rennen gemacht und ist Junglandwirt des Jahres 2020. Er legt besonderen Wert darauf, die Anforderungen von Betrieb, Natur und Gesellschaft in Einklang zu bringen - und lässt sich dafür immer etwas Neues einfallen.

CeresAward: Der Junglandwirt des Jahres 2020

Leo Rösel hat beim CeresAward das Rennen gemacht und ist Junglandwirt des Jahres 2020. Er legt besonderen Wert darauf, die Anforderungen von Betrieb, Natur und Gesellschaft in Einklang zu bringen – und lässt sich dafür immer etwas Neues einfallen.

Leo Rösel hinterfragt die gängige Praxis im Ackerbau, denkt quer und führt seinen Betrieb mit innovativen Lösungen in die Zukunft. So setzt der 30-Jährige auf eine ausgeklügelte Fruchtfolge für seine Biogasanlage und setzt jedes Jahr weniger Mais ein. Ein besonders wichtiger Bestandteil seiner Fruchtfolge sind die Zwischenfrüchte. „Meine Lieblingskultur ist eine Mischung aus allem.“ So stehen beim ihm nach dem Roggen unter anderem Erbsen („Sammelt als Leguminose den Stickstoff.“), Hafer („Bringt viel Masse.“) und Hirse („Wächst auch gut bei viel Hitze und wenig Wasser.“). Sonnenblumen und Phacelia bieten darüber hinaus was fürs Auge und für die Insekten.

Innovative Lösungen der Marke Eigenbau

Leo Rösel legt aber im Ackerbau nicht nur besonderen Wert auf das Was, sondern auch auf das Wie. Mit seinem selbst entwickelten Gärrestplaner hat er hinsichtlich der Düngung politische Rahmenbedingungen und den Nährstoffbedarf der Pflanzen fest im Griff. Im Pflanzenschutz setzt er auf technische Eigenbaulösungen und braut Komposttee. Seine Ideen holt sich der Junglandwirt zum großen Teil aus den sozialen Medien. Doch er lässt sich nicht nur inspirieren, sondern gibt auch seine eigenen Ideen weiter. Online über Instagram-Storys auf seinem Profil leoslandwirtschaft und als Blogger für das Junglandwirteportal Hofheld, und offline als Referent bei diversen Fachveranstaltungen.

Öffentlichkeitsarbeit als Herzensangelgenheit

Wichtig ist ihm aber auch, Nicht-Landwirte zu erreichen. Das gelingt ihm als AgrarScout des Forum Moderne Landwirtschaft und auf dem eigenen Betrieb. So erklären Feldschilder, was auf seinen Flächen wächst und wofür die Kultur eingesetzt wird und bei Hofführungen gibt Leo Rösel einen persönlichen Einblick in sein Tun und Handeln.

Das sagt die Jury

„Leo Rösel kombiniert mit innovativen Lösungen alle Anforderungen, die Politik, Umwelt, Betriebswirtschaft und Gesellschaft an ihn stellen“, sagt die Jury der CeresAward-Kategorie Junglandwirt, bestehend aus Mara Walz vom Bund der Deutschen Landjugend, Jens Steinhardt von Sponsor Mitas und Dagmar Deutsch von agrarheute. „Neues auszuprobieren und Eigenbaulösungen stehen bei ihm an der Tagesordnung. Impulse holt er sich dafür aus seinem digitalen und analogen Netzwerk. Doch er nimmt nicht nur, er gibt auch. In Instagram-Storys, Vorträgen und WhatsApp-Gruppen gibt er seine Erfahrungen weiter und entwickelt somit nicht nur seinen Betrieb weiter, sondern gilt auch als Vorbild seiner Generation.“ Und genau deshalb haben sie Leo zum  Junglandwirt des Jahres gekürt.

CeresAward: Großes Finale per Livestream

Ob sich Leo auch beim Gesamtsieg durchsetzen kann, das erfahren wir am Mittwoch, den 24. März bei der Nacht der Landwirtschaft. Die Gala zur Wahl des Landwirts oder der Landwirtin des Jahres muss aus bekannten Gründen zum ersten Mal virtuell stattfinden. Einen Vorteil hat das Corona-Gedöns aber: denn bei der Online-Veranstaltung können diesmal alle dabei sein. agrarheute überträgt die festliche Verleihung ab 19 Uhr via Livestream. Merke Dir den Termin gleich mal vor und richte Dir über untenstehenden Button eine Erinnerung ein!

Beitragsbild: Timo Jaworr

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