Wer wird Junglandwirt des Jahres?

Seit wenigen Tagen ist bekannt, wer es auf die Shortlist des diesjährigen CeresAward 2020 geschafft hat. Wir stellen Dir die Junglandwirte vor. Welchen würdest Du zum Landwirt des Jahres wählen?

Sie sind innovativ, kreativ und stecken voller Tatendrang – die Junglandwirte Deutschlands. Kein Wunder also, dass es auch in diesem Jahr einige junge Landwirtinnen und Landwirte auf die Shortlist des CeresAward geschafft haben. Im Herbst 2020 kürt die Jury aus Redakteuren von agrarheute sowie Vertretern von landwirtschaftlichen Unternehmen und Verbänden die besten Landwirtinnen und Landwirte Deutschlands bereits zum siebten Mal. Ob diesmal ein Junglandwirt ganz oben steht und den Gesamtsieg einstecken wird? Wer weiß. Wir finden jedenfalls: bei den Jungspunden unter den Finalisten steckt einiges an Potenzial. Damit Du Dir selbst ein Bild machen kannst, stellen wir Dir hier die Finalisten der Kategorie Junglandwirt ausführlich vor.

Florian Jocher aus Schongau (Bayern): Mit Tradition und Moderne

Florian Jocher hat das optimale Betriebskonzept für sich entwickelt: aus Überzeugung folgt er den strengen Richtlinien des Demeter-Verbands. Mit viel Platz auf den Laufflächen und Rundbogen-Fressgittern ist der neue Laufstall perfekt an seine 85 Milchkühe angepasst, die allesamt Hörner tragen. Die Milch vermarktet der 35-Jährige zum Teil über eine Rohmilch-Tankstelle direkt ab Hof, Kuhpatenschaften stärken die Bindung zwischen Verbraucher. PV-Anlagen und Batteriespeichersysteme sollen seinen Betrieb so autark wie möglich machen. Smart-Farming-Lösungen wie ein Melkroboter oder ein automatischer Mistschieber verbessern seine Effizienz und helfen, dass die Familie nicht zu kurz kommt.

Website: www.biohof-jocher.de

Patrick Kübler aus Tettnang (Baden-Württemberg): Nur das Beste

Bei Patrick Kübler gibt es besondere Produkte für besondere Ansprüche. Das gilt auch und gerade für seine 50 Fleckvieh-Milchkühe. Denn er will, dass es seinen „Mädels“ gut geht. So füttert er sie mit Heu aus eigener Infrarottrocknung. Hier bleiben besonders viele Nährstoffe im Futter. Seine Kühe danken es ihm mit einer Milchleistung von 10.500 l im Jahr. Auch für Verbraucher hält er Besonderes bereit. So setzt er auf A2-Milch, die als besonders bekömmlich gilt. Diese verarbeitet er unter anderem zu Käse. Seine Direktvermarktung komplettieren Fleischpakete, mit denen der 28-Jährige männliche Kälber vermarktet. Zum Fleisch gibt es ein selbst gestaltetes Kochbuch, welches Fantasie und Appetit des Verbrauchers anregt.

Website: www.kuebler-landwirtschaft.de

Leo Rösel aus Neukirchen (Bayern): Umweltschutz mit System

Leo Rösel ist stolz darauf, seine Umwelt aktiv und zum Guten hin mitzugestalten. Und das lebt der 30-jährige Landwirt voll aus. Im Ackerbau legt er besonderen Wert auf Humusaufbau und Bodenfruchtbarkeit. Chemischen Pflanzenschutz reduziert er auf ein Minimum. Die Biogasanlage füttert er bereits seit Jahren mit blühenden Zwischenfrüchten. So hat er in den letzten Jahren immer weniger Mais eingesetzt. Die Abwärme der Biogasanlage nutzt er schließlich zum Trocknen der Holzhackschnitzel, mit denen er seine Kunden mit Heizmaterial versorgt. Das Ganze zeigt er jedem, der es wissen will: analog auf dem Hof und als Agrarscout, oder digital über Instagram, Facebook und als Hofheld-Blogger.

 

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#selfieamsonntag Auch das ist moderne Landwirtschaft! Seit letzter Woche habe ich meine Drohne wieder mit dabei bei der #Feldkontrolle Mit dem Blick von oben kann ich noch besser Rückschlüsse ziehen über Dünge- und Pflanzenschutzmaßnahmen. Mit der passenden Software, die die Aufnahmen verarbeitet kann ich sogar Karten erstellen, wie ich wo Düngen möchte (sog. Applikationskarten) und das auch auf unseren kleinen Feldern wo es mit Satelitenbildern nicht möglich ist. Für mich ersetzt die Drohne aber nicht die Feldkontrolle am Boden. Wenn die Drohne ihre Bahnen über den Feldern zieht, sehe ich mir den Pflanzen, die Wurzeln und den Boden von unten an. Die regelmäßigen Kontrollen am Feld sind die Basis für einen erfolgreichen Ackerbau. Ich freue mich bei jedem Feldrundgang über die Entwicklung der Pflanzen und über das was man dabei so entdecken kann. Ja, ein Stückweit kann ich dabei auch abschalten, die Natur genießen und einfach immer wieder darüber staunen zu was die Natur alles fähig ist. Wir als Landwirte können der Natur nur dabei helfen sich zu entwickeln, wir können sie unterstützen. Aber wir können sie nicht bestimmen. Die Woche war der #tagderumwelt mit dem Motto natur:verbunden . Wer wenn nicht wir Landwirte sind naturverbunden! Wir leben von und vorallem mit der Natur! Ich liebe diesen Beruf! #wortzumsonntag #gedankenzumtag #natur #nature #naturelover #drohne #digital #digitalnatives #digitalisierung #ackerbau #feld #pflanzen #crops #landwirtschaft #landwirtausleidenschaft #farming #farmingforthefuture #hofheld #junglandwirt #abenteuerlandwirtschaft

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Diese Junglandwirte sind im Finale des CeresAward 2020

Neben den Finalisten der Kategorie Junglandwirt haben es auch weitere Kandidaten jüngeren Semesters auf die Shortlist geschafft:

  • Daniel Großer aus Ergolding in Bayern (Kategorie Geflügelhalter)
  • Gunnar Leferink aus Nordhorn in Niedersachsen (Kategorie Geflügelhalter)
  • Christoph Schulz aus Schenkendöbern-Atterwasch in Brandenburg (Kategorie Geflügelhalter)
  • Malte Krauß aus Tannhausen in Baden-Württemberg (Kategorie Schweinehalter)
  • Fabian Medick aus Thiersheim in Bayern (Kategorie Schweinehalter)
  • Annika Ahlers aus Münster in Nordrhein-Westfalen (Kategorie Unternehmerin)
  • Dominik Seywald aus Bad Kronzingen-Schlatt in Baden-Württemberg (Kategorie Geschäftsidee)
  • Felix Hoffahrt aus Lohra in Hessen (Kategorie Rinderhalter)

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