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Boden-Feld-Acker

Wo die Bodenpreise seit 2009 am stärksten gestiegen sind

In den letzten Jahren sind die Bodenpreise stark gestiegen. Sie haben sich in den vergangenen zehn Jahren in Deutschland mehr als verdoppelt. Unsere Grafik zeigt, wo die Preise am stärksten gestiegen sind.

Originalbeitrag von Patrik Meier für agrarheute.

Die Preise für landwirtschaftliche Flächen ohne Gebäude haben sich in den vergangenen zehn Jahren in Deutschland mehr als verdoppelt. Im Durchschnitt erreichte der Kaufwert voriges Jahr 25.485 Euro/ha. Das waren 5,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Vor allem in den östlichen Bundesländern haben die Preise, ausgehend von einem niedrigen Niveau, erheblich aufgeholt.

Zuletzt konzentrierte sich der Preisauftrieb allerdings auf die westlichen Bundesländer. Im Durchschnitt der alten Länder stieg der Kaufwert 2018 um 6,9 Prozent auf 37.846 Euro/ha. Das teuerste Land ist Bayern, wo voriges Jahr im Mittel 64.909 Euro/ha gezahlt wurden. Im Regierungsbezirk Niederbayern wurde die astronomische Summe von 170.199 Euro/ha erreicht.

Die Kaufpreise für landwirtschaftliche Flächen sind in den vergangenen Jahren extrem gestiegen. Im Gegensatz sind die Zinsen stark gefallen. Bei einer Umfrage gaben Landwirte an, in den nächsten Monaten verstärkt Boden kaufen zu wollen.

Die Grafik zeigt, wo die Bodenpreise seit 2009 am stärksten gestiegen sind. Foto: agrarheute

Im Osten stagnierten die Kaufwerte voriges Jahr hingegen bei 15.720 Euro/ha; das entsprach einem Plus von nur 0,6 Prozent. Eine Ausnahme bildete Sachsen mit einer Teuerungsrate von 20 Prozent. In Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern fielen die Preise.

Trotz der enorm gestiegenen Preise haben viele Landwirte vor, in nächster Zeit Boden zu kaufen. Beim jüngsten Konjunkturbarometer des Deutschen Bauernverbandes (DBV) gaben Landwirte an, in den kommenden Monaten verstärkt Boden kaufen zu wollen. So planen 7 Prozent statt bisher 5 Prozent, Land zu kaufen. Dafür wollen sie mit 1,2 Mrd. Euro doppelt so viel Geld ausgeben wie noch vor einem Jahr. Nach Maschinenkäufen und Investitionen in Wirtschaftsgebäude ist der Bodenkauf damit an die dritte Stelle der Investitionspläne vorgerückt.

Das zeigt: Der Erwerb von Ackerland ist ein bedeutsames Thema für viele Landwirte. Schließlich stellt Boden eine wesentliche Produktionsgrundlage für ihre Betriebe dar. Die letzten zehn Jahre waren dabei von stark steigenden Preisen geprägt. In amtlichen Statistiken ist etwa eine Verdoppelung des Preisniveaus auf Bundesebene zu beobachten. Gleichzeitig fielen die Zinsen in diesem Zeitraum auf ein bis dahin unbekannt niedriges Niveau. Sind Flächenkäufe damit günstiger geworden?

Das und mehr erfährst Du im Beitrag „Ackerland kaum finanzierbar“ ab S. 42 in der Dezemberausgabe der agrarheute.

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Beitragsbild: imago

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