Fräulein Deere ist gerne Landwirtin.

Landwirtschaft macht mein Herz glücklich

Obwohl das Image der Landwirtschaft nicht gerade das beste ist, ist Hofheld-Bloggerin Fräulein Deere gerne Landwirtin. Warum, erzählt sie Dir hier.

Julia Gillner alias Fräulein Deere, unsere Bloggerin!

Julia Gillner alias Fräulein Deere, unsere Bloggerin!

Hallo meine Lieben,

Oft wird man ja gefragt was man so macht und wenn ich dann antworte ich bin Landwirtin dann kommt nach dem obligatorischen „Ahhhhh und was macht man da“ die Frage, warum man das macht und ob einem das Spaß macht. Schließlich sei die Arbeit sei ja ziemlich hart und auch nicht gerade sehr beliebt.

Da muss ich vielen zustimmen, denn „beliebt“ ist der Beruf des Landwirtes nicht und keiner der ihn ausübt hat ihn wegen des Images ergriffen. Wenn man den Ottonormalverbraucher nach Landwirten bzw. der Landwirtschaft fragt, fallen eher Assoziation wie Tierquäler, Umweltsünder, arbeiten nachts auf Feldern und stören dadurch absichtlich die Bevölkerung etc.

Eines kann ich sagen: kein Landwirt fährt abends bzw. nachts auf dem Feld rum, um seine Mitbewohner zu ärgern. Auch er oder sie würden lieber bei ihrer Familie sein und gemütlich auf dem Sofa sitzen. Aber die Arbeit drängt und kann nicht aufgeschoben werden da meist das Wetter sie dazu nötigt. So schlagen sie sich die Stunden arbeitend um die Ohren und ertragen das „Geschimpfe“ vieler Nicht Landwirte.

Aber nun wieder zur eigentlichen Frage „Warum bin ich Landwirtin geworden bzw. was macht mir Spaß an meinem Beruf“? Ich kann es nur für mich persönlich sagen und für mich stellte sich nach dem Abitur die Frage: Bund/Polizei oder Landwirtschaft? Man mag es kaum glauben das in mir die zwei so stark unterschiedlichen Berufswünsche schlummerten. Jetzt im Nachhinein bin ich so froh das ich nicht Diensttauglich bin – ich bin der Polizei oder dem Bund zu blind.

An der Landwirtschaft fasziniert mich zum einen die Rinderhaltung, sei es der Milchkuh- oder der Rinderzuchtbereich. So freue ich mich bei uns zu Hause über jedes neugeborene Kalb und das ich es bei uns aufwachsen sehe und weit über seine erste Kalbung begleite.

Im Ackerbau finde ich besonders die Erntezeit sprich Sommer und Herbst die schönste Zeit, da man mit dem Dreschen und dem Silieren das erntet, was man seit dem Anbauen gehegt und gepflegt hat.

Ziemlich unangefochten an erster Stelle der schönsten Ereignisse im Jahr ist für mich persönlich der Weideaustrieb. Wenn bei uns Anfang April die Kühe das erste Mal wieder auf die Weide dürfen geht mir das Herz auf. Die Damen egal welchen Alters springen, rennen, bocken und freuen sich über die jährlich wiederkehrende Freiheit auf dem Grün.

Was reizt euch an der Landwirtschaft? Welche Gründe gab beziehungsweise gibt es für euch weswegen ihr euch für den Beruf des Landwirtes / der Landwirtin entschieden habt? Warum ich gerne Landwirt bin lässt sich für mich nicht in einem Satz beschreiben, jedoch gibt es neben den negativen Aspekten so viel kleine oder große Punkte durch die ich sage „Ja die praktische Landwirtschaft ist das was mein Herz glücklich macht“!

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3 Comments

  • Thomas

    26. April 2018 at 18:34

    Freut mich, dass du gefunden hast was dir spaß macht. ist doch nichts falscher dran, nicht wie jeder andere zu sein. Wenn ich die Möglichkeit gehabt hätte, würde ich ihn auch lieber gegen meinen Bürojob eintauschen.
    Lg Thomas

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  • Gerd

    17. Juli 2018 at 19:48

    Weit weg vom idyllischen Bild des tierlieben Hofes mit Kälbern, Ferkeln und Ziegen, sieht die landwirtschaftliche Realität heute mit dem Einsatz vielerlei Maschinen eher nach Star Trek aus. Der Mähdrescher, zum Beispiel, erfüllt viele einzelne, zur Ernte notwendige Arbeitsschritte, die früher mühsam und mit großem Zeitaufwand von Menschenhand erledigt werden mussten. Der Bauer musste die Getreidepflanzen mit Hilfe von Sicheln und Sensen abtrennen. Die ganze Familie half dabei, die losen Halme zu sammeln und zu Garben zu binden, die auf dem Feld zum Trocken aufgestellt wurden. Im Winter wurden die Körner mit großem Kraftaufwand mit Schlägen von Dreschflegeln auf dem dafür vorgesehenen Dreschplatz aus den Ähren gedroschen. Auch aussortiert, gereinigt und verpackt wurden die Körner von Hand.

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    • Georg

      17. Juli 2018 at 20:55

      Durchschnittlich läuft ein Mähdrescher in drei Jahren zwischen 600 und 1.000 Betriebsstunden, was bei korrekter Wartung kein Problem ist. Je nach Erntegut und Einsatzbedingungen sind auch 3.000 Betriebsstunden und mehr kein Grund, eine Maschine nicht zu kaufen. Wie überall gilt auch hier: der Allgemeinzustand und die lückenlose Dokumentation der Servicearbeiten geben Auskunft über den Zustand der Landmaschine.

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