Landjugend Inside

Kathrin war auf dem Agrar-Blogger-Camp in Münster und hat dort viele wertvolle Tipps gesammelt, die sie hier mit Dir teilt!

Hallo ihr Lieben,

ich bin es mal wieder und möchte Euch von einem interessanten Seminar berichten, an dem ich letzte Woche teilgenommen habe.

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Das Agrar-Blogger-Camp in Münster

Habt Ihr euch schon mal Gedanken darüber gemacht, ob Ihr Werbung für die Grünen Berufe machen möchtet oder habt Ihr Euch schon mal über Facebook Kommentare geärgert? Ja? Dann wäre das Agrar-Blogger-Camp letzte Woche genau das Richtige für Euch gewesen. Ich bin neugierig einer Einladung zu diesem Camp nach Münster gefolgt und war beeindruckt, wie viele Blogger-Interessierte sich dort in einer VIP-Lounge eines Fußballstadions eingefunden haben. (Ich glaube die Location sollte etwas Besonders sein – vielleicht merkt man sich Inhalte besser, wenn man von einer Umkleidebank gelauscht hat.)
Mit im Organisationsteam waren unter anderem Markus Holtkötter und Nadine Henke, welche auf Facebook mit ihrer Seite sehr anschaulich über ihren Beruf berichten und somit nicht nur Landwirte erreichen. Vielleicht habt Ihr schon von Ihrer Facebookseite „Frag doch mal den Landwirt“ gehört oder seid vielleicht sogar Follower? Durch ihre Bloggererfahrung konnten die beiden wertvolle Tipps zum Umgang mit Krisensituationen im Netz geben.
Besonders gut wurde über Hate Speech informiert, also, wie man mit Kommentaren, die sich gegen die Landwirtschaft richten, umgeht oder auch, wie man auf ahnungslose Fragen eingeht. Hier ist es wichtig, dass man sich erst einmal überhaupt traut zu antworten und dann am besten eine gut begründete Antwort liefert. Wir brauchen uns auch nicht in die Ecke drängen zu lassen, denn wir sind es, die gut ausgebildet sind und wissen, wovon wir sprechen.

Ihr habt doch bestimmt fast alle ein Profil bei Facebook, aber wisst Ihr auch, wer alles Eure Beiträge lesen kann? Ihr denkt nur eure Freunde? Dann solltet ihr das dringend mal überprüfen, denn Facebook ändert gerne mal seine Einstellungen und das bekommen die Nutzer nicht immer unbedingt auf Anhieb mit. Auch spannend war es zu hören, dass man Beiträge von Seiten, bei denen man schon lange kein „Gefällt mir“ mehr gedrückt hat, nicht mehr zu sehen bekommt. Schaut doch mal nach, was Ihr vor ein paar Jahren mal abonniert habt, Ihr werdet erstaunt sein. Facebook nutzt Algorithmen um Euch Neuigkeiten anzuzeigen, aber wie die funktionieren, weiß wohl kaum nur Facebook…

Das Highlight des Camps war der Besuch von Derek Klingenberg aus Amerika. Er ist Farmer auf einer Rinderfarm mitten im Nirgendwo und hat aus Lust und Laune heraus angefangen, lustige aber authentische Videos von der Landwirtschaft zu drehen. Auf seinem YouTube-Kanal könnt Ihr sehen, was er so auf die Beine stellt. Man muss schon ein bisschen verrückt sein, um solche witzigen Ideen zu haben. Zum Beispiel, wenn man abends zu Hause in seinen Greenscreen vor die Kamera springt und sich dann in verschiedene Hintergründe projiziert. Eines seiner bekanntesten Videos handelt zum Beispiel davon, wie er mit einer Posaune seine Herde anlockt, sein Kommentar dazu: „Ich brauchte ein Publikum zum Zuhören!“. Aber seht selbst!

Dieses Video wurde über 10 Millionen Mal bei YouTube aufgerufen und schaffte es weltweit in die Nachrichten. In Deutschland gab es sogar eine Quizfrage zum dem Video mit der Frage, mit welchem Instrument die Kühe angelockt wurden. Das ist doch echt mal ein super Erfolg und besonders schön daran ist, dass Derek trotzdem so bodenständig bleibt und weitermacht, weil es ihm Spaß bereitet.

Wie steht Ihr zu dem Thema Bloggen? Seid Ihr auch der Meinung, dass man in diesem Bereich aktiver werden sollte und die Landwirtschaft dadurch transparenter machen kann?

Bis bald
Eure Kathrin

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