Fräulein Deere brütet etwas aus

Fräulein Deere führt exklusiv für Dich Tagebuch über das Eierbrüten.

Hallo meine Lieben,

Julia Gillner alias Fräulein Deere, unsere Bloggerin!

Julia Gillner alias Fräulein Deere, unsere Bloggerin!

wie ihr bestimmt schon mitbekommen habt, züchte ich hobbymäßig Hühner. Bei Julias Eierkastl könnt ihr meine bunte Truppe sehen. Die Reinrassigkeit steht bei mir nicht an erster Stelle, wichtig ist mir aber, dass die Hühner in die Zweinutzungsrichtung gehen, verschiedene Eierfarben legen oder einfach hübsch sind. Mein Herz schlägt aber besonders für das Orpingtonhuhn. Jedes Jahr führe ich drei Brutgänge durch: zwei Orpington Brutgänge und einmal bunt gemischt.

Für Euch werde ich ein kleines Bruttagebuch führen und Euch so auf dem Laufenden halten.

 

Samstag 11.2.2017

Heute habe ich den Brutautomaten vorbereitet. Ich habe ihn gewaschen, mit speziellem Brüterdesinfektionsmittel besprüht und anschließend im Wohnzimmer aufgestellt. Ih werdet Euch jetzt fragen: Warum im Wohnzimmer? Zum Brüten ist eine möglichst gleichmäßige Raumtemperatur bei geringem Luftzug optimal. Bei uns ist dies das selten genutzte Wohnzimmer. Um 20 Uhr habe ich 80 Bruteier eingelegt. Somit startet Tag 1 heute, 11.2.17,  20 Uhr. Ich habe extra so spät eingelegt, weil dann die Küken mit hoher Wahrscheinlichkeit nachts schlüpfen. Den Küken ist das ziemlich egal, aber ich schlafe dann und warte dann nciht ungeduldig vor dem Brüter, bis die Küken schlüpfen.

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Sonntag 12.2.2017

Heute passiert noch nicht viel. Drei Mal am Tag kontrolliere ich die Temperatur – sie sollte, auf Höhe der Eioberkante gemessen, zwischen 37,5 und 38 Grad Celsius liegen. Zudem überprüfe ich die Luftfeuchtigkeit (diese sollte bis zum 20. Tag zwischen 40 und 60 Prozent liegen). Gedreht müssen die Eier erst ab dem dritten bzw. vierten Tag werden.

 

Dienstag 14.2.2017

Heute habe ich, genau wie gestern, Luftfeuchtigkeit und Temperatur kontrolliert. Am Nachmittag wurde uns für vier Stunden der Strom abgestellt aber das war kein Problem: Der Brüter wurde einfach in eine geschlossene Styroporkiste gestellt und zusätzlich mit Decken abgedeckt. So hat er kaum an Wärme verloren (die Temperatur fiel auf 32 Grad) und es bestand auch für die Bruteier keine „Gefahr“, da die Henne bei einer Naturbrut auch regelmäßig aufsteht um zu fressen und zutrinken, sich im Sand zu baden oder um Kot abzusetzen. Wichtig war es, den Brüter in der Zeit nicht zu öffnen, um den Verlust ovn Wärme und Luftfeuchtigkeit zu vermeiden.

 

Mittwoch 15.2.2017

Neben der Kontrolle der Brutparameter werden ab heute Nachmittag die Eier gedreht. Da meine automatische Wendehorde nur für 56 Eier augelegt ist, muss ich die Eier händisch drehen und das viermal am Tag, was aber keinen großen zeitlichen Aufwand darstellt. Ich schiere aber trotzdem drei bis vier Mal, um unbefruchtete oder abgestorbene Eier auszusortieren. Vielleicht habe ich so dann irgendwann nur noch 56 Eier oder weniger, dann entfällt die händische Wendung. Beim heutigen Schieren habe ich nur vier Eier aussortiert, die einen sogenannten „Hexenring“ zeigten, welcher ein Zeichen dafür ist, dass sich im Ei zu 100% kein Küken entwickelt. Alle anderen Eiern werde ich nochmal an Tag 7 oder 8 schüren, da ich mir dann sicherer beim Erkennen von befruchteten Eiern sein kann.

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Das war Teil Eins – der zweite Teil folgt, sobald die Küken geschlüpft sind.

Liebe Grüße

Eure Fräulein Deere

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