Fliegerpabst und Ackerheld

Ackerbauer Moritz Pabst alias Mo alias Skipper verstärkt ab sofort das Hofheld-Bloggerteam. Zum Auftakt testet er gleich mal eine Mini-Drohne.

Moritz, Hofheldblogger, Drohnenpabst und Ackerheld.

Moritz: Hofheldblogger, Drohnenpabst und Ackerheld.

Mein Name ist Moritz, ich bin Landwirt aus Franken (das ist in Bayern) und bin seit fünf Jahren leidenschaftlicher Multicopter-Flieger. Ich habe vom kleinen Miniquad über Racecopter bis zum großen selbstgebauten Octocopter so ziemlich alles geflogen was in die Kategorie Multicopter fällt. Seit drei Jahren nutze ich sie in verschiedenen Größen auf dem heimischen Ackerbaubetrieb.

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Die Mini-Drohne Jamara 422009 Microspy AHP.

Während meine „Arbeitsflieger“ im Hangar stehen, habe ich mir die Zeit mit dem Testen der Mini-Drohne Jamara 422009 Microspy AHP vertrieben. Eine nette Möglichkeit für mich, auch mal im Winter zu fliegen. Zu haben ist die Mini-Drohne im Onlineshop von Pro Idee für 56,95 Euro.

Der kleine Jamara kommt gut verpackt und mit Ersatzpropellern, 4GB-Speicherkarte und Werkzeug zu euch, alles was ihr für einen Start braucht sind 3 AAA-Batterien und ein USB-Anschluß.

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Die Jamara 422009 Microspy AHP kommt mit Ladekabel …

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… sowie Ersatzpropeller, Werkzeug und Speicherkarte.

Nach ca. 45min Ladezeit kann´s schon losgehen. Wer noch keine Erfahrung hat kann durch drücken des linken Sticks das Handling an einen Anfänger anpassen, der Copter wird dann sehr gemütlich und lässt sich im Inneren kontrolliert bewegen. Nach etwa 5 min muss der Brummer wieder an die Ladebuchse.

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Nach 45 Minuten ist der Copter vollgeladen und lässt sich so etwa 5 Minuten lang fliegen.

Will man im Außenbereich fliegen sollte man eine windstille Ecke finden, durch sein geringes Gewicht von 13 Gramm wird der Jamara sehr leicht vom Wind abgetrieben. Gezieltes Fliegen ist da nicht mehr drin. Das kleine Baumaß macht die Erkennung der Flugrichtung schwer, zur Not hilft aber ein Druck auf die Fernbedienung und der Copter kehrt beim zurückziehen des rechten Sticks in Richtung Pilot zurück.

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Mit 7,5 cm ist der Jamara Microspy kaum Größer als eine AAA Batterie …

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… und sehr viel keliner als meine üblichen Arbeitsflieger.

Drückt man nach mehr Flugstunden wieder den linken Stick, so kann man noch zwischen zwei anderen Stufen des Handlings wechseln. Im Profimodus (3 Piepser) werden die Steuerung und das Flugverhalten sehr aggressiv, da sollte man Raum zur Verfügung haben. Kleinere Rempeleien mit Mauern und Lampen steckt der Jamara aber weg 😉 Die Propeller werden durch einen Plastikkäfig nach außen geschützt.

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Ein Plastikkäfig schützt die Propeller nach außen.

Drückt man den rechten Stick und schiebt ihn dann in die gewünschte Richtung so flippt der Copter automatisch. Hier sollte man eine gewisse Flughöhe haben, sonst endet das gerne in einer Bruchlandung… Werden im Flug die Kontrollsticks losgelassen sollte der Copter still in der Luft stehen, dies lässt sich mit Trimmtasten an der Fernbedienung justieren.

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Werden im Flug die Kontrollsticks losgelassen steht der Copter still in der Luft.

Die integrierte Kamera mit 300.000 Pixel produziert leider keine brauchbaren Bilder, auch die Videos lassen Schärfe und Kontrast sehr vermissen. Da ist man mit anderen Produkten besser beraten. Aber seht selbst:

Mein Fazit:

+ im Verhältnis zur Größe relativ robust

+ relativ scharf im Nahbereich

– bei minimalem Wind schon instabil

– Bilder und Videos lassen in Schärfe und Kontrast zu Wünschen übrig

2 Comments

  • Werner Schiefer

    1. März 2017 at 21:21

    Hallo, Moritz

    ich hab deinen Blog zufällig gefunden und von Rainer Müller vom MR erfahren, dass du Interesse an der Maschinenhacke hast.
    Ich war mit deinem Vater damals in der Winterschule Ansbach (frag ihn mal, ob ers noch weiss)
    Wir sind inzwischen Bioland-Milchviehbetrieb und ich hacke meine Ackerkulturen seit mehreren Jahren mit GT Zwischenachshacke
    Zusammen mit Bioland und mit dem MR haben wir am
    Mittwoch 19.April 2017 13:00 Uhr -16.30
    Felderbegehung und Vorführung Beikrautregulierung
    Die Beikrautregulierung im biologischen Landbau ist eine der größten Herausforderungen.
    Der Arbeitserfolg des Striegels hängt maßgeblich von vielen Faktoren wie der Geschwindigkeit, des Zinkendrucks etc. ab.

    Welchen Einfluss diese Einstellungsmöglichkeiten des Striegels haben, wollen wir Ihnen im Rahmen der Felderbegehung beim
    Bioland-Betrieb Schiefer
    am Beispiel unterschiedlicher Hack-und Striegeltechnik aufzeigen und diskutieren.

    Gruss
    Werner
    P.s. euer Nachbar Ernst ist ein Studienkollege von mir

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    • Jule Schürer

      6. März 2017 at 14:45

      Lieber Werner Schiefer,
      wir leiten deine Nachricht an Mo weiter. Ein paar Kontaktdaten haben wir für die Öffentlichkeit rausgelöscht, aber Moritz bekommt alles komplett.
      LG und noch viel Spaß beim Lesen
      Dein Hofheld-Team

      Antworten

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