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Zurzeit bahnt sich die Blauzungenkrankheit ihren Weg durch Deutschland. Die Viruserkrankung kann für alle Wiederkäuer schnell tödlich verlaufen. Bei Friderike ist sie glücklicherweise noch nicht angekommen, doch sie macht sich Gedanken, wie sie ihre Tiere davor schützen kann.

Wie wir unsere Tiere vor der Blauzungenkrankheit schützen können

Zurzeit bahnt sich die Blauzungenkrankheit ihren Weg durch Deutschland. Die Viruserkrankung kann für alle Wiederkäuer schnell tödlich verlaufen. Bei Friderike ist sie glücklicherweise noch nicht angekommen, doch sie macht sich Gedanken, wie sie ihre Tiere davor schützen kann.

Friderike bloggt aus Niedersachsen über Käse, Kühe und Kinder.

Friderike bloggt aus Niedersachsen über Käse, Kühe und Kinder.

Hallo alle zusammen,

uns Milchviehhaltern macht im Moment die Blauzungenkrankheit (Bluetongue → BT) ganz schön große Sorgen. Die Viruserkrankung kann für alle Wiederkäuer gefährlich werden und wird von sogenannten Gnitzen (Mücken) übertragen. Für Menschen ist die Seuche unbedenklich, man kann sich an infizierten Tieren nicht anstecken, allerdings kann die Krankheit bei Kühe und gerade beim Jungvieh schnell tödlich verlaufen.

In welchen Gebieten ist die Suche schon ausgebrochen?

Die Blauzungenkrankheit bahnt sich gerade ihren Weg von Baden Württemberg über das Saarland bis nach Hessen und NRW, quer durch Deutschland. Klingt ja erst mal weit weg von unserem niedersächsischen Landkreis Schaumburg, allerdings werden rund um den Ort, in der die Seuche auftritt so genannte Restriktionszonen eingerichtet. Im Radius von 150 km gelten dann besondere Auflagen. Unter anderem darf man seine Tiere nicht mehr ungeimpft in nicht Restriktionszonen transportieren. Auch Kälber dürfen nur dann die Zone verlassen, wenn sie Biestmilch einer geimpften Mutterkuh erhalten haben. Das schränkt den Verkauf von Zuchttieren, oder in bestimmten Fällen auch Schlachttieren, ziemlich ein.

Momentan ist in Niedersachsen keine Restriktionszone eingerichtet, allerdings sind schon nahegelegene Landkreise in NRW und Hessen ausgewiesen. Und es ist nicht auszuschließen, dass die Zonen weiter ausgedehnt werden.

Wie sehen die Symptome von BT aus?

Kühe, bei denen das Virus ausgebrochen ist, sind erstmal müde und schlapp. Sie haben keine Lust mehr zu fressen und bekommen Fieber von über 40 Grad. Außerdem habe ich euch ja letztes Mal schon erklärt, dass es zu einer Labmagenverlagerung kommen kann, wenn eine Kuh zu wenig frisst. Die Gesichtsschleimhäute zeigen eine hohe Durchblutung und es entstehen Entzündungen, es kann zu Ödemen im Bereich des Gesichtes, den Ohren und er Zunge kommen, bei Einzelfällen auch zu der namensgebenden blauen Zunge. Bilder von der Blauzungenkrankheit davon gibt’s bei der Landwirtschaftskammer NRW. Aber Vorsicht: die sind nichts für schwache Mägen!

Zurzeit bahnt sich die Blauzungenkrankheit ihren Weg durch Deutschland. Die Viruserkrankung kann für alle Wiederkäuer schnell tödlich verlaufen. Bei Friderike ist sie glücklicherweise noch nicht angekommen, doch sie macht sich Gedanken, wie sie ihre Tiere davor schützen kann.

Per Brief hat unser Zuchtunternehmen uns auf die Impfung gegen die Blauzungenkrankheit aufmerksam gemacht. Foto: privat

Fast täglich gibt es ein Update wie sich die Situation verändert, erst gestern wurde ein große Viehauktion abgesagt und unser Zuchtunternehmen hat schon einen Brief an alle Landwirte herausgegeben, in dem sie auf die BT-Impfung aufmerksam machen, um den Tiertransport uneingeschränkt weiterführen zu können.

Was heißt das jetzt für uns Landwirte?

Für unseren Betrieb heißt es im Moment, darüber nachzudenken, ob wir unsere Tiere impfen sollten. Das ist neben der Mückenbekämpfung der einzige Weg, unsere Tiere davor zu schützen. Die Grundimmunisierung besteht aus 2 Spritzen die der Tierarzt injiziert. Nach 6 Wochen gilt das Tier dann als geschützt.

Diese Entscheidung muss jeder Viehhalter für sich individuell entscheiden. Setzt man seine Tiere dem Impfstress aus oder nicht? Denn so eine Impfung stecken die Kühe auch nicht mal eben so weg.

Ich hoffe, ich konnte Euch damit ein bisschen aufklären,

Eure Friderike

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Friderike ist als Hofheld-Bloggerin exklusiv powered by KTBL.

 

Übrigens: In der Märzausganze von agrarheute RIND erwartet Euch ein informativer Artikel mit allen Infos, was Tierhalter über die Blauzungenkrankheit wissen sollten. Du kennst agrarheute noch nicht? Dann hol Dir jetzt Dein kostenloses Probeheft!

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