Man kann sich darüber streiten, ob Biostimulanzien - auch Biologicals oder Bioeffektoren gennant - wirklich wirken. Dennoch erobern die Hilfsstoffe für Böden und Pflanzen den Markt. Hier erfährst Du, was zu den Biostimulanzien gehört und wie sie wirken sollen.

Was sind eigentlich Biostimulanzien?

Man kann sich darüber streiten, ob Biostimulanzien – auch Biologicals oder Bioeffektoren gennant – wirklich wirken. Dennoch erobern die Hilfsstoffe für Böden und Pflanzen den Markt. Hier erfährst Du, was zu den Biostimulanzien gehört und wie sie wirken sollen.

Originalbeitrag von Karl Bockholt, agrarheute

Immer mehr Hilfsstoffe für Böden und Pflanzen erobern den Markt. Doch bei den sogenannten Biostimulanzien scheiden sich die Geister. Für die einen sind sie wirkungsloser Mumpitz, für die anderen ertragssteigernde Wundermittel. Doch was sind Biostimulanzien, die man auch Biologicals oder Bioeffektoren nennt, eigentlich genau?

Was gehört zu den Biostimulanzien?

Biostimulanzien umfassen eine breite Produktpalette. Oft werden sie kombiniert angeboten. Zu den Biostimulanzien gehören:

  • nützliche Mikroorganismen, wie Bakterien und Pilze
  • bioaktive Substanzen, etwa aus Pflanzen-, Algen- oder Kompostextrakten
  • Produkte auf Basis von Huminstoffen und chemisch modifizierten Eiweiß- oder Abfallprodukten

Wie wirken diese Hilfsstoffe?

Die Biostimulanzien unterstützen die Kulturen meist ohne direkte Düngewirkung dabei, sich Nährstoffe anzueignen. Sie sollen …

  • … Düngerausnutzung und Bodenfruchtbarkeit durch stimuliertes Wurzelwachstum verbessern,
  • … Nährstoffe mobilisieren und Luftstickstoff binden,
  • … pflanzliche Abwehrkräfte gegen umweltbedingten Stress stärken, also z.B. gegen Kälte, Hitze, Trockenheit, Schädlinge oder Salzstress.

Krankheitserreger unterdrücken Biostimulanzien zum Teil direkt.

Bei zunehmenden Extremwetterlagen, Verboten im chemischen Pflanzenschutz und der Forderung nach gesenkten Nährstoffausträgen bilden die Biologicals inzwischen einen Markt mit weltweit rund 3 bis 4 Mrd. US-Dollar Umsatz. Die jährlichen Wachstumsraten liegen bei 12 bis 15 Prozent.

Mehr Informationen zu Biostimulanzien sowie weitere spannende Artikel zu Technik, Pflanzenbau, Tierhaltung, Politik und Management liest du in der Augustausgabe von agrarheute.

Cover-agrarheute-August-2019

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