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Nach nur zwei Wochen im neuen Ausbildungsbetrieb hat Brina gemerkt, dass sie dort nicht bleiben kann. Was passiert ist und wo sie jetzt ist, verrät sie hier.

Wenn es nicht passt: Betriebswechsel in der Ausbildung

Brina hatte eine schwere Entscheidung zu treffen. Nach nur zwei Wochen im neuen Ausbildungsbetrieb hat sie gemerkt, dass sie dort nicht bleiben kann. Was passiert ist und wo sie jetzt ist, verrät sie hier.

Brina berichtet über ihre Ausbildung und ihr Leben in der elterlichen Schäferei.

Brina berichtet über ihre Ausbildung und ihr Leben in der elterlichen Schäferei.

Hey Hofhelden,

lange habt ihr nichts von mir gehört, aber das hatte einen Grund. Am 1.8. bagann das neue Lehrjahr und wer meine Beiträge verfolgt, der weiß, dass ich auf einen Milchviehbetrieb gehen wollte.

Ich habe eine Woche lang auf dem neuen Betrieb gearbeitet und ich muss leider sagen, dass es mir nicht leicht gefallen ist, morgens aufzustehen und loszulegen. Das hatte mehrere Gründe. Unter anderem ging es körperlich nicht. Immer wenn ich zu lange im Melkstand stand, habe ich ordentliche Rückenschmerzen bekommen und musste die letzten Tage Schmerztabletten nehmen, um arbeiten zu können.

Ein anderer Grund war, wie manche es vielleicht kennen, das ich etwas Heimweh hatte. Ich habe mit den Betriebsleitern gesprochen und ehrlich gesagt, was mich bedrückt. Sie fanden es schade und dachten, die Arbeit hätte mir Spaß gemacht, aber ich habe einfach gemerkt das Milchvieh nicht mein Gebiet ist.

Gekündigt und jetzt?

Ich habe gekündigt, bevor ich einen neuen Betrieb hatte, und bin nach Hause gefahren. Eine Woche lang war ich nur am rotieren, um einen neuen Betrieb zu finden. Zum Glück hat es sich so ergeben, dass ich jetzt auf einem biologischen Legehennenbetrieb mit Ackerbau bin.

Auf dem neuen Betrieb habe ich mich gleich bei der Vorstellung wohlgefühlt. So wie bei meinem ersten Lehrbetrieb. Am Anfang habe ich mir gedacht: „Legehennen, das kann ja nicht so spannend sein,“ aber doch, das ist es. Es gibt so viele Sachen, die man bedenken und auch steuern muss, aber zu dem Thema werdet ihr in nächster Zeit bestimmt auch mehr von mir erfahren.

Lasst den Kopf nicht hängen

Ich schreibe diesen Beitrag nicht, um euch von meiner Lebensgeschichte zu erzählen, sondern um zu zeigen, dass ihr nicht alleine seid, falls ihr auch in so einer Situation seid oder noch kommt oder auch mal wart. Es ist nicht schlimm, sich einzugestehen, wenn etwas nicht geht, aber man sollte zu den Personen um einen herum immer ehrlich sein.

Auch wenn von Außenstehende blöde Sprüche kommen sollten: steht da drüber, schließlich sind die nicht in eurer Situation. Mir fiel es auch nicht leicht, weil ich dachte, manche sind vielleicht ziemlich enttäuscht von mir, gerade aus der Familie, aber genau diese Personen standen hinter mir.

Also merkt euch: Ihr seid nicht alleine und es gibt immer eine Lösung. Ihr seid auch nicht die ersten, die einen Lehrbetrieb wechseln und das ist keine Schande.

Ich hoffe ich konnte euch ein bisschen Mut machen und falls ihr sorgen oder Fragen habt, wendet euch an euren Ausbildungsberater.

Eure Brina

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One Comment

  • Frank

    12. September 2019 at 8:29

    Es ist doch klar, dass es in einem neuen Umfeld nicht immer sofort leicht ist. Vor allem nach zwei Wochen sofort alles hinzuschmeißen wenn noch gar keine ABläufe bekannt sein können.
    Das zeugt nicht gerade von Anpassungsfähigkeiten. Auch bei mir in der Lehre war nicht alles leicht, aber man muss auch mal was aushalten können. Auch für einen selber ist das hin und wieder nötig um sich selbst zu zeigen dass es geht.
    Immerhin sind Lehrjahre keine Herrenjahre.

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