In Berggebieten ist die Bewirtschaftung der Flächen zum Teil sehr Arbeitsaufwändig. Um diese Erschwernisse für jeden Betrieb zu Beurteilen gibt es den Berghöfekataster. Wie die Erschwernissgruppen eingeteilt werden, erklärt Karina.

Was ist der Berghöfekataster?

In Berggebieten ist die Bewirtschaftung der Flächen zum Teil sehr arbeitsaufwändig. Um diese Erschwernisse für jeden Betrieb zu beurteilen, gibt es den Berghöfekataster. Wie die Erschwernissgruppen eingeteilt werden, erklärt Karina.

Bergbäuerin Karina aus der Steiermark.

Bergbäuerin Karina aus der Steiermark.

Hallo Hofhelden!

Österreich hat in der EU einen der höchsten Anteile an Berggebieten. Rund 39% der Betriebe werden als Bergbauernbetriebe eingestuft, fast 70% der landwirtschaftlichen Nutzfläche liegt in den benachteiligten Gebieten. Die Produktionsbedingungen sind also für manche ungünstiger als für andere.

Da Betriebe in benachteiligten Gebieten vergleichsweise geringere Erträge bei höheren Arbeitsaufwänden haben als Betriebe in Gunstlagen, soll dieser Nachteil mit der sogenannten Ausgleichszahlung (AZ) ausgeglichen werden.

 

In Berggebieten ist die Bewirtschaftung der Flächen zum Teil sehr Arbeitsaufwändig. Um diese Erschwernisse für jeden Betrieb zu Beurteilen gibt es den Berghöfekataster. Wie die Erschwernissgruppen eingeteilt werden, erklärt Karina.

Mit dem Berghöfekataster lassen sich die Erschwernisse beurteilen. Foto: privat

Der Berghöfekataster wird zur Beurteilung der natürlichen Erschwernisse am Betrieb herangezogen. Es ist ein Punktesystem, das aus drei großen Kriterien besteht. Das wichtigste Kriterium ist dabei die innere Verkehrslage, wo vor allem die Hangneigung sowie die Grundstücksgröße und –erreichbarkeit eine Rolle spielen. Vor allem der Punkt „Hangneigung“ ist sehr stark gewichtet, ein Großteil der erreichbaren Punkte fällt auf ihn.

Das nächste Kriterium ist die äußere Verkehrslage. Dabei geht es um die Erreichbarkeit und regionale Lage der Hofstelle sowie die Entfernung der Hofstelle von wichtigen Orten wie Bezirkshauptstadt, Bus und Bahn. Außerdem gibt es auch Punkte für die Weg- und Seilbahnerhaltung und für Extremverhältnisse. Das letzte Kriterium betrifft Klima und Bodenverhältnisse der Hofstelle. Klimawert, Seehöhe und Ertragsmesszahl des Betriebes spielen dabei eine Rolle.

In Berggebieten ist die Bewirtschaftung der Flächen zum Teil sehr Arbeitsaufwändig. Um diese Erschwernisse für jeden Betrieb zu Beurteilen gibt es den Berghöfekataster. Wie die Erschwernissgruppen eingeteilt werden, erklärt Karina.

Karinas Betrieb hat 266 BHK-Punkte. Foto: privat

Anhand der Punktezahl werden die Betriebe in vier große Erschwernisgruppen eingeteilt.

  • Gruppe 0: unter 5 EP
  • Gruppe 1: 5 bis 90 EP
  • Gruppe 2: 91 bis 180 EP
  • Gruppe 3: 181 bis 270 EP
  • Gruppe 4: ab 271 EP.

Desto mehr Punkte ein Betrieb hat, umso größer das Erschwernis. Unser Betrieb hat 266 BHK-Punkte. Der theoretische Höchstwert liegt bei 540 Punkten, so viel hat aber zum Glück kein Betrieb. Der Berghöfekataster wird zur Errechnung der AZ herangezogen. Außerdem hängt die Höhe von gewissen Förderungen, beispielsweise für Zufahrtsstraßen, ebenfalls vom BHK-Wert ab. Das Ziel des BHK ist, dass die individuellen Bewirtschaftungsnachteile eines jeden Betriebes so gut es geht berücksichtigt werden, denn kein Betrieb ist wie der andere. Und das ist ja auch gut so.

Eure Karina

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