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Mit einem Praktikum im Ausland sammelt man Erfahrungen fürs Leben, heißt es. Doch welche eigentlich? Und was bedeutet das für das Berufsleben? Das verraten ehemalige Praktikanen in unserer Serie. Heute: Markus aus Zülpich.

Auslandspraktikum: modernste Technik vor allen anderen

Mit einem Praktikum im Ausland sammelt man Erfahrungen fürs Leben, heißt es. Doch welche eigentlich? Und was bedeutet das für das Berufsleben? Das verraten ehemalige Praktikanen in unserer Serie. Heute: Markus aus Zülpich.

Der 32-jährige Markus war 2010 auf einem Ackerbaubetrieb in Canada. Damals hat er dort bereits modernste GPS-Technik kennengelernt.

Ich stamme von einem Ackerbaubetrieb in Zülpich, bei dem ich auch nachwievor mithelfe. Weil der Betrieb aber zu klein ist, um zwei Familien zu ernähren, bewirtschafte ich auch selbst einen Betrieb mit Sonderkulturen wie Stiefmütterchen, Kürbissen, Gemüse und Sonnenblumen an. Irgendwann werde ich den Betrieb meines Vaters zusätzlich übernehmen, da muss ich dann zwei Höfe unter einen Hut bringen. Dabei werden mir die Erfahrungen, die ich im Ausland gemacht habe, sicherlich helfen.
Mit einem Praktikum im Ausland sammelt man Erfahrungen fürs Leben, heißt es. Doch welche eigentlich? Und was bedeutet das für das Berufsleben? Das verraten ehemalige Praktikanen in unserer Serie. Heute: Markus aus Zülpich.

Markus betreibt einen Betrieb, auf dem er unter anderem Blumen anbaut. Foto: privat

Während meines Studiums der Agrarwissenschaften habe 2010 mein das Praxissemester in Canada verbracht. Ich hätte natürlich auch in Deutschland bleiben können, doch mich hat es gereizt, mal ins Ausland zu gehen und andere Strukturen kennenzulernen. Ich war dort auf einem typischen kanadischen Ackerbaubetrieb, der ca. 10.000 ha bewirtschaftet hatte. Als ich dort war, war gerade Erntezeit und es war spannend mitzuerleben, wie dort die Ernteketten organisiert wurden und welche Techniken eingesetzt werden. Zum Beispiel wurde auf dem Betrieb damals schon modernste GPS-Technik und Ertragskartierung eingesetzt, sowohl bei der Ernte, als auch bei der Aussaat und Düngung.
Mit einem Praktikum im Ausland sammelt man Erfahrungen fürs Leben, heißt es. Doch welche eigentlich? Und was bedeutet das für das Berufsleben? Das verraten ehemalige Praktikanen in unserer Serie. Heute: Markus aus Zülpich.

Auch Kürbisse gehören zu dem Sortiment, das Markus anbaut. Foto: privat

Generell war es natürlich eine Erfahrung fürs Leben, auf einem so großen Betrieb zu leben und zu arbeiten. Obwohl ich dort Familienanschluss hatte, war ich gewissermaßen auf mich selbst gestellt – neues Land, neue Leute, andere Kultur, fremde Sprache, andere Dimensionen in der Landwirtschaft. Ich habe gelernt, mich auf neue Situationen einzustellen und auch mal umzudenken und andere Wege zu gehen. Das kann mir nur helfen, wenn ich einmal zwei Betriebe zu leiten habe. Und ich habe dadurch gelernt, auch einmal etwas zu riskieren, ohne vorher zu wissen, ob es klappen wird, oder nicht. Das hat mir zum Beispiel geholfen, als hier vor 3 Jahren meinen Betrieb gepachtet habe, auf dem für mich ja auch alles erstmal neu war.
Mit einem Praktikum im Ausland sammelt man Erfahrungen fürs Leben, heißt es. Doch welche eigentlich? Und was bedeutet das für das Berufsleben? Das verraten ehemalige Praktikanen in unserer Serie. Heute: Markus aus Zülpich.

In Kanada lernte er bereits in Kanada modernste Techniken bei Erntemaschinen kennen. Foto: privat

Was ich auch gelernt habe ist zu schätzen, was wir hier zuhause haben. Zum Beispiel würde ich dauerhaft nicht in Canada leben wollen, das wäre mir viel zu weitläufig. Es ist schon angenehm, wenn man zu Freunden und Verwandten einfach mal schnell zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Auto fahren kann. Insgesamt hat mich der Auslandsaufenthalt bodenständiger gemacht und ich bin zufriedener mit dem, was ich hier zuhause habe.

Weitere spannende Beiträge aus den Bereichen Pflanze, Technik, Politik, Managament, Markt liest du in der Septemberausgabe von agrarheute.

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