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Mit einem Praktikum im Ausland sammelt man Erfahrungen fürs Leben, heißt es. Doch welche eigentlich? Und was bedeutet das für das Berufsleben? Das verraten ehemalige Praktikanen in unserer Serie. Heute: Laurenz aus Höxter.

Auslandspraktikum: Blockabkalbung kennengelernt

Mit einem Praktikum im Ausland sammelt man Erfahrungen fürs Leben, heißt es. Doch welche eigentlich? Und was bedeutet das für das Berufsleben? Das verraten ehemalige Praktikanen in unserer Serie. Heute: Laurenz aus Höxter.

Der 19-jährige Laurenz war  2018/2019 in Irland, wo er Ideen für seine landwirtschaftliche Zukunft sammeln konnte.

Ich bin zwar nicht auf einem landwirtschaftlichen Betrieb groß geworden, doch für mich stand schon früh fest, dass ich etwas im Bereich der Landwirtschaft machen möchte. Meine Mutter ist Bauerntochter, mein Vater hat Agrarwissenschaften studiert und arbeitet als Tierernährer. Auch meine Großväter sind beide Söhne von Landwirten, einer von ihnen hat den elterlichen Milchvieh- und Ackerbaubetrieb auch weitergeführt. 1999 stellte er ihn mit 65 Jahren auf Mutterkuhhaltung mit Ackerbau um. Nach meiner Fachhochschulreife mit dem Schwerpunkt Landwirtschaft habe ich dort erstmal ein halbes Jahr lang fest mit angepackt. Mittlerweile bin ich auch die treibende Kraft.
Mit einem Praktikum im Ausland sammelt man Erfahrungen fürs Leben, heißt es. Doch welche eigentlich? Und was bedeutet das für das Berufsleben? Das verraten ehemalige Praktikanen in unserer Serie. Heute: Laurenz aus Höxter.

Laurenz hat in Irland die Blockabkalbung kennengelernt und somit auch viel über die Versorgung von Kälbern. Foto: privat

Weil ich aber nach meiner Schulzeit noch landwirtschaftliche und sprachliche Erfahrungen sammeln wollte, habe ich mich 2018/2019 für ein sechsmonatiges Auslandspraktikum auf einem Milchviehbetrieb in Irland entschieden. Anders als in Irland üblich, praktiziert mein Betrieb nicht das sogenannte spring calving, bei dem alle Kühe im Frühjahr kalben. Stattdessen kalben alle Kühe im Herbst. So habe ich viele Erfahrungen in Bezug auf Geburtshilfe, Kälberaufzucht und Herdenmanagement lernen können.
Mit einem Praktikum im Ausland sammelt man Erfahrungen fürs Leben, heißt es. Doch welche eigentlich? Und was bedeutet das für das Berufsleben? Das verraten ehemalige Praktikanen in unserer Serie. Heute: Laurenz aus Höxter.

Auf seinem Betrieb will er nun ebenfalls die Blockabkalbung einführen. Foto: privat

Mein Plan ist, auch auf dem Betrieb meines Großvaters die Blockabkalbung einzuführen, sodass alle Kühe im März/April kalben. Im Spätherbst sind die Kälber dann groß genug, um direkt von der Weide an den Mäster verkauft zu werden. Außerdem würde ich gerne generell auf Bio umstellen und auch mit ein paar Schafen in die extensive Grünlandnutzung einsteigen und deren Fleisch auch vermarkten. Ich hatte auch an Schafen schon immer ein Interesse, das ist in Irland noch gewachsen. In der heutigen Zeit ist es wichtig, die Landwirtschaft dem Verbraucher näherzubringen und auch auf ihre Sorgen und Bedenken einzugehen. Fleisch von Kälbern und Schafen, die den ganzen Sommer quasi bilderbuchmäßig auf der Weide laufen, kommt bestimmt gut an. So oder so werde ich neben meiner landwirtschaftlichen Ausbildung und dem Studium, dass ich anstrebe, weiterhin auf und mit dem Betrieb arbeiten.

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