Influencer – ist das ansteckend? Kurz gesagt: ja, wenn man es richtig macht. Hier erfährst Du, was Influencer machen, was Influencen bedeutet und was man dabei beachten sollte.

Ab wann ist man Influencer?

Influencer – ist das ansteckend? Kurz gesagt: ja, wenn man es richtig macht. Hier erfährst Du, was Influencer machen, was Influencen bedeutet und was man dabei beachten sollte.

Wenn man das Wort „Influencer“ bei Google eingibt, bekommt man ungefähr 263.000.000 Suchergebnisse in 0,7 Sekunden. Ganz oben steht ein Eintrag von Wikipedia, der erklärt, was Influencer eigentlich sind. Da steht: „Als Influencer […] werden seit den 2000er Jahren Personen bezeichnet, die aufgrund ihrer starken Präsenz und ihres hohen Ansehens in sozialen Netzwerken als Träger für Werbung und Vermarktung in Frage kommen“. Im Gegensatz zu Bloggern verzichten Influencer übrigens auf einen Blog, also quasi eine Website als Homebase, und bewegen sich stattdessen nur auf sozialen Plattformen wie Instagram, Facebook oder YouTube.

Folge Richtig im Interview

Auch vor der Landwirtschaft macht die Influencer-Welle nicht Halt. Vielleicht hast Du ja beim Lesen gerade schon den ein oder anderen Instagram-Kanal im Kopf. Falls ja, hat diese Person jedenfalls schon einiges richtig gemacht. Aber was eigentlich? Und ab wann ist man Influencer? Das und mehr haben wir jemanden gefragt, der es wissen muss: Clare Devlin von @folge_richtig, den Spezialisten in Sachen Communityaufbau, Content-Strategie und Storytelling.

Clare, ab wann bin ich eigentlich Influencer?

Es kommt immer darauf an. Wenn man das nach Zahlen betrachtet, ist man so ab 10.000 Abonnenten Microinfluencer. Man kann es aber auch wörtlich nehmen und von der Bedeutung des Wortes ausgehen. Influencer kommt von dem Wort „to influence“, zu Deutsch „beeinflussen“. Zum einen beeinflusse ich eine Person, wenn ich sie dazu bringe, ein Produkt von mir zu kaufen oder eine Dienstleistung in Anspruch zu nehmen. Zum anderen aber auch, wenn ich eine Person von meiner Meinung überzeuge. Generell kommt es für uns immer darauf an, wie stark eine Community ist und was ich mit ihr erreichen kann. Das ist viel wichtiger als die reine Followerzahl.

Was sollte ich mir überlegen, bevor ich Influencer werde?

Das sind prinzipiell drei Fragen:

  • Habe ich ein Thema, über das ich sprechen kann und eine Zielgruppe, die ich damit erreichen möchte?
  • Habe ich die Zeit, da wirklich viel Arbeit reinzustecken und um mir die Community aufzubauen?
  • Kann ich mit den Konsequenzen leben?

Wenn man sich als Person auf einem Kanal zeigt, gibt man viel von sich preis und bekommt oft viele persönliche Nachrichten [Anmerkung der Redaktion: Wie wir bereits berichtet haben, bekommen vor allem Influencerinnen auch Nachrichten und Kommentare unter der Gürtellinie.]. Man muss für sich entscheiden, ob man das möchte oder nicht.

Was heißt denn „viel Arbeit reinstecken“?

Wir posten zum Beispiel 5 bis 6 Mal pro Woche eine Story und ein Foto auf unseren Kanal. Bei uns liegt die hohe Frequenz daran, dass wir unsere Online-Kurse über Instagram hauptsächlich bei Instagram selbst bewerben. Daher wollen wir dort präsent sein. Das muss natürlich nicht jeder Kanal so machen, aber es ist schon sinnvoll, mindestens zwei bis drei Inhalte pro Woche abzusetzen.

Welches sind die größten Herausforderungen für Influencer?

Das kommt auf das Thema an, das man bedient. Steht man persönlich sehr im Vordergrund und gibt viel von sich preis, sind die Konsequenzen die größten Herausforderungen. Geht es aber um ein faktisches Thema, bei dem man selbst eher im Hintergrund steht, ist die Herausforderung, ob ich die Zeit investieren kann, das Thema aufzubereiten. Für beide Fälle ist es zudem wichtig, sich bei Instagram weiterzuentwickeln und mit der Plattform mitzugehen.
Influencer – ist das ansteckend? Kurz gesagt: ja, wenn man es richtig macht. Hier erfährst Du, was Influencer machen, was Influencen bedeutet und was man dabei beachten sollte.

Clare Devlin arbeitet nicht nur für folgerichtig, sondern auch beim Westdeutschen Rundfunk (WDR). Dort ist sie unter anderem Moderatorin für das Instagram-Format “Mädelsabende”. Auf ihrem Instagram-Kanal @clarevan erreicht sie mehr als 30.000 Follower. Foto: Linda Meiers

In welchen Bereichen kann ich meine Reichweite als Influencer nutzen?

Es gibt keinen Bereich, in dem man seine Reichweite als Influencer nicht nutzen kann. Auch hier kommt es wieder auf das Thema an. In manchen Nischen ist man schon groß, wenn man 3.000 oder 4.000 Abonnenten hat, in anderen Bereichen ist 1 Mio. noch nicht groß. Generell kann man seine Reichweite nutzen, um inhaltlich etwas zu bewegen, um Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen oder eine Marke oder ein Unternehmen größer und sichtbarer zu machen.

Wie nutze ich meine Reichweite als Influencer am Besten?

Natürlich nutzt man die Reichweite am Besten, um sein eigenes Ziel zu erreichen und das kann von Person zu Person ganz unterschiedlich sein. Ein Unternehmen kann zum Beispiel das Ziel haben, Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen. Als InfluencerIn kann man aber auch das Ziel haben, einfach einen schönen Kanal zu haben mit schönen Bildern, viel Interaktion, vielen Likes und vielen Kommentaren, um dann einen höheren Wert für Unternehmen zu haben, mit denen man Kooperationen eingehen möchte. Im Fokus sollte aber immer stehen, eine Community aufzubauen und sie stark zu machen.

Was zeichnet denn eine starke Community aus?

Eine starke Community interagiert mit den Inhalten. Das ist einerseits quantitativ messbar, das heißt, es gibt Likes, Kommentare, Bilder werden abgespeichert und man bekommt per Direktnachricht Rückmeldungen. Aber, und das ist ganz wichtig, eine strake Community zeichnet sich auch durch die Qualität aus. Also durch inhaltliche Auseinandersetzungen mit dem Thema. Ein Kommentar mit einem Herz-Emoji ist dabei zum Beispiel weniger wertvoll als ein wirklich inhaltlicher Kommentar, in dem die eigene Meinung präsentiert oder Fragen gestellt werden.

Welches sind die größten Fehler, die Influencer so machen?

Das sind hauptsächlich zwei Sachen. Zum einen ist da die Verwechselbarkeit; dass einen nichts einzigartig macht, dass man sich thematisch nicht abgrenzt, sich keine klare Nische sucht oder dass man zum Beispiel vom Look aussieht, wie viele andere. Für Follower gibt es dann keinen Grund, dem Kanal zu folgen und dort zu bleiben. Der zweite Fehler ist, wenn es keine klare Themenschärfe gibt. Wenn man sich sein Thema nicht klar definiert hat, wissen die Leute nicht, was sie auf dem Kanal bekommen und folgen somit nicht.

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