Der Landwirt hat viele Herausforderungen - dazu zählen unter anderem extreme Wetterereignisse. Doch beinahe kein Wirtschaftszweig ist vom Klimawandel stärker betroffen als die Landwirtschaft. Hier sind einige Tipps, um den Wetterextremen zu begegnen.

7 Tipps: Wetterextreme besser überstehen

Landwirte haben viele Herausforderungen – dazu zählen unter anderem extreme Wetterereignisse.  Doch beinahe kein Wirtschaftszweig ist vom Klimawandel stärker betroffen als die Landwirtschaft. Hier sind einige Tipps, um den Wetterextremen zu begegnen.

Originalbeitrag von Karl Bockholt, agrarheute.

1. Investition in Beregnung

Aufgrund der Trockenjahre 2018 und 2019 nimmt die Beregnung einzelner Kulturen an Bedeutung zu. Ob Bestände zukünftig beregnet werden sollten, ist einzelbetrieblich zu prüfen. Es lassen sich auch neben der Düngung kleinflächige Beregnungsfenster anlegen.

2. Fruchtfolge auflockern

Es ist wichtig, die Fruchtfolge nach pflanzenbaulichen Kriterien zu gestalten. Also nach Trockenheitstoleranz, Wurzelsystem und artenspezifischem Wasserbedarf. Zudem ist eine Standortangepasste Arten- und Sortenwahl von Bedeutung. In trockenen Jahren sind Artenmischungen, wie beispielsweise Futtergräser mit Luzerne häufig ertragsstabiler als Gras-Reinsaaten. Denn die Luzerne nutzt mit ihrer Pfahlwurzel den effektiven Wurzelraum und erweitert somit die nutzbare Feldkapazität für die Folgefrüchte.

Der Landwirt hat viele Herausforderungen - dazu zählen unter anderem extreme Wetterereignisse. Doch beinahe kein Wirtschaftszweig ist vom Klimawandel stärker betroffen als die Landwirtschaft. Hier sind einige Tipps, um den Wetterextremen zu begegnen.

Die Fruchtfolge spielt eine wichtige Rolle. Foto: Adobe Stock

3. Wassersparende Bodenbearbeitung

Bei der reduzierten Bodenbearbeitung wird der Wasserverbrauch verringert, weil der durchlüftende Effekt des Pfluges unterbleibt. Somit senken Mulchsaat und Strip-till die Bodenverdunstung um einige Millimeter. Die Wassernutzungseffizienz wird ebenfalls durch Bodenverdichtung und Pflugsohlen reduziert.

4. Humuswirtschaft verbessern

Die nutzbare Feldkapazität des Bodens wird durch höhere Humusgehalte im Boden erhöht. Dabei sind stabile Huminsäuren besonders wichtig. Daher ist für den Erhalt und die Förderung der Bodenfruchtbarkeit eine regelmäßige Zufuhr von organischen Substanzen wichtig.

Der Landwirt hat viele Herausforderungen - dazu zählen unter anderem extreme Wetterereignisse. Doch beinahe kein Wirtschaftszweig ist vom Klimawandel stärker betroffen als die Landwirtschaft. Hier sind einige Tipps, um den Wetterextremen zu begegnen.

Eine regelmäßige Zufuhr von organischen Substanzen ist essenziell. Foto: Adobe Stock

5. Ausreichend Düngen und Kalken

Durch eine ausreichende Versorgung mit Stickstoff, Phosphor und Kalium wird die Bestandsentwicklung beschleunigt und die Bodenverdunstung verringert. Allerdings kann es bei unpassender Düngung zu hohen Restnitratmengen im Boden kommen. Denn bei Trockenheit ist die Verwertungseffizienz von N-Düngern geringer. Kalium hingegen steigert die Wassernutzungseffizienz. Bei einem niedrigen pH-Wert ist eine Kalkung nötig, denn dadurch wird das Tiefenwachstum der Wurzeln vermindert.

6. Bestände fit halten

Die Wassernutzungseffizienz kann durch blattgesunde Bestände und eine optimale Bestandsdichte gesteigert werden. Wasserverbrauch durch Verunkrautung sollte zudem vermieden werden. Dazu sind besonders Maschinenhacken geeignet, da sie auch
wassersparend wirken.

Der Landwirt hat viele Herausforderungen - dazu zählen unter anderem extreme Wetterereignisse. Doch beinahe kein Wirtschaftszweig ist vom Klimawandel stärker betroffen als die Landwirtschaft. Hier sind einige Tipps, um den Wetterextremen zu begegnen.

Mit dem Klimawandel nehmen Extremen drastisch zu. Foto: Adobe Stock

7. Blattgesunde Sorten wählen

Bei Trockenstress sind blattgesunde Sorten mit verstärkter Wurzelbildung im Vorteil. Es sollten aber Eigenschaften wie Ertrag und Qualität davon nicht beeinträchtigt werden.

Weitere spannenden Beiträge aus den Bereichen Pflanze, Technik, Politik, Managament, Markt und Land und Leben der Novemberausgabe findest du in der akuellen Ausgabe der agrarheute.

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