5 Tipps zum sicheren Umgang mit Bullen

1.200 kg Gewicht, starke Charaktere und häufig auch die Unachtsamkeit der Menschen sorgen dafür, dass das Unfallrisiko auf rinderhaltenden Betrieben sehr hoch ist. Wir haben für Dich 5 Tipps für einen guten Umgang mit Bullen zusammengestellt.

Laut der Unfallstatistik der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) wurden im Jahr 2017  7.370 meldepflichtige Unfälle in der Milchviehhaltung registriert – neun davon tödlich. Die Rinderhaltung ist damit einer der Schwerpunkte im Unfallgeschehen in der Tierhaltung. Die folgenden Tipps können dabei helfen, das Unfallrisiko zu verringern

1. Sicherer in einer Box: Frei laufende Bullen in der Milchviehherde sind nach Einschätzungen von Experten ein großes Unfallrisiko. Sollen sie als Suchbullen eingesetzt werden, empfiehlt es sich, die Tiere in separaten Boxen mit Fixiereinrichtung unterzubringen. Bei einem Neu- oder Umbau des Milchviehstalls sollte daher immer eine separate Box für einen Bullen eingeplant werden.

2. Erst fixieren, dann betreten:Ist das Einrichten einer separaten Box nicht möglich, muss der Bulle im Laufstall fixiert werden können. Hierfür bieten sich Fangfressgitter an. Der Bulle kann beispielsweise vor dem Melken mit Kraftfutter an einen bestimmten Platz des Fressgitters gelockt und dort fixiert werden. Erst dann kann der Landwirt den Laufbereich der Tiere gefahrlos betreten.

 

3. Nie allein:Läuft ein Bulle frei in der Herde mit, darf der Stall nur mit Helfern betreten werden. Zudem ist immer immer eine Treibhilfe mitzuführen. Als Treibhilfe kann auch ein gut ausgebildeter Hütehund genutzt werden. Er kann Rinder so treiben, dass er ausreichend Distanz zwischen Bulle und Mensch sicherstellt.

4. Fliehen können: Besonders wichtig sind gut verteilte Schlupfmöglichkeiten im Fressgitter, sodass der Laufbereich im Notfall schnell verlassen werden kann.

5. Gezielt führen: Soll der Bulle auch zur Zucht genutzt werden, darf er nur mit einer Leitstange und einem Halter mit Leitstrick geführt werden. Beim Führen durch enge Gänge muss die führende Person immer vor dem Bullen gehen.

 

Dieser Beitrag ist zuerst bei agrarheute erschienen. Weitere spannende Informationen findest Du auf agrarheute.com und in der Juliausgabe von agrarheute.

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