70 Prozent der Ackerböden in Deutschland sind nicht ausreichend mit Kalk versorgt. Damit deine Felder nicht dazugehören, haben wir zehn Tipps für Dich.

10 Tipps zur Stoppelkalkung

70 Prozent der Ackerböden in Deutschland sind nicht ausreichend mit Kalk versorgt. Damit deine Felder nicht dazugehören, haben wir zehn Tipps für Dich.

1. Struktur schaffen

Tu Deinem Boden etwas Gutes und vergrabe das Stroh nicht oder säe Winterraps ein! So kann das Bodenleben ein schönes, krümeliges Aggregatgefüge bilden.

2. Kalkbedarf richtig bestimmen

Eine Bodenuntersuchung gibt Aufschluss über den Versorgungsgrad des Bodens mit Nährstoffen. Abhängig von der vorliegenden Bodenart kann aus den Ergebnissen der Kalkbedarf errechnet werden.

3. Erhaltungskalkung bei überdüngten Böden sicherstellen

Unter unseren humiden Klimabedingungen ist auf allen Böden, die keine Kalkvorräte mehr besitzen, eine regelmäßige Erhaltungskalkung erforderlich, die den pH-Wert in der Versorgungsstufe C hält.

4. Versauerte Böden gesund kalken

Sind die pH-Werte bereits in die Versorgungsstufen A und B abgefallen, solltest Du eine Gesundungskalkung durchführen.

5. Freien Kalk bestimmen

Schwere Böden sollten neben einem pH-Wert von 7 freien Kalk enthalten. Den kannst Du in der Bodenprobe Deines Ackers mit verdünnter Salzsäure feststellen.

6. Den richtigen Zeitpunkt wählen

Ist laut Bodenuntersuchung eine Kalkdüngung notwendig, ist nach der Getreideernte der richtige Zeitpunkt.

7. Den passenden Kalk finden

Kohlensaure Kalke enthalten zum Beispiel 40 bis 50 CaO als basisch wirksame Bestandteile und eigenen sich für leichte bis mittlere Böden.

8. Stickstoff und Phosphat verfügbar machen

Die neue Düngeverordnung schränkt die Düngung mit Stickstoff (N) und Phosphat ein. Die Angst vor schwindenden Erträgen und mangelnden Qualität ist aber unbegründet. Denn unsere Ackerböden bevorraten von beiden Nährstoffen zwischen 5.000 und 10.000 kg/ha.

9. Humus aufbauen

Ernterückstände, Wirtschaftsdünger und eine eventuell folgende Zwischenfrucht ernähren das Bodenleben und sind die Grundlage der Humusbildung

10. Bodenhygiene sicherstellen

Böden sind gesund, wenn sich das Bodenleben in Form von Bakterien, Pilzen und Insekten im Gleichgewicht befindet. Dann halten sich Schädlinge und Nützlinge die Waage. Mit Kalk kannst Du das direkt beeinflussen.

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