Wenn alle sechs Wochen die Milchkontrolle ansteht, kann Friderike überprüfen, wie gut es ihren Milchkühen wirklich geht. Denn die Milchproben liefern ihr viele wichtige Informationen über die Gesndheit ihrer Tiere.

Was wir an Milchproben alles ablesen

Wenn alle sechs Wochen die Milchkontrolle ansteht, kann Friderike überprüfen, wie gut es ihren Milchkühen wirklich geht. Denn die Milchproben liefern ihr viele wichtige Informationen über die Gesundheit ihrer Tiere.

Friderike bloggt aus Niedersachsen über Käse, Kühe und Kinder.

Friderike bloggt aus Niedersachsen über Käse, Kühe und Kinder.

Hallo ihr Lieben,

alle 6 Wochen ist es soweit, dann bekommen wir beim Melken Besuch. Da steht dann die Milchkontrolle an, bei der unsere Mädels eine Milchprobe abgeben müssen.

Das geschieht ganz routiniert während des Melkens. Ein Messbecher, der neben dem Melkgeschirr angebaut wird, nimmt prozentual eine Menge des Gemelks ab. Ist die Kuh fertig, wird der Messbecher abgenommen, die Menge abgelesen, notiert und eine Probe genommen. Jede Kuh hat ein eigenes Gefäß und der Kontrolleur muss sich immer genau notieren von welcher Kuh die Probe ist.

Wenn alle sechs Wochen die Milchkontrolle ansteht, kann Friderike überprüfen, wie gut es ihren Milchkühen wirklich geht. Denn die Milchproben liefern ihr viele wichtige Informationen über die Gesndheit ihrer Tiere.

In einen Messbecher läuft während des Melkens ein prozentualer Anteil des Gemelks. Foto: privat

Anschließend werden alle Proben in ein Labor abgegeben. Hier werden nun für jede Kuh folgende Werte ermittelt: Der prozentuale Fett- und Eiweißgehalt, der Harnstoffgehalt und die somatischen Zellen.
Die Daten nutzen wir, um die Gesundheit unserer Milchkühe einzuschätzen. Zudem können wir feststellen, ob unsere Fütterung funktioniert.

Wenn alle sechs Wochen die Milchkontrolle ansteht, kann Friderike überprüfen, wie gut es ihren Milchkühen wirklich geht. Denn die Milchproben liefern ihr viele wichtige Informationen über die Gesndheit ihrer Tiere.

Ist die Kuh fertig gemolken, lesen wir die Milchmenge im Messbecher ab. Foto: privat

Andererseits dienen die Daten zur Zuchtwertschätzung für die Zuchtverbände. Denn jede Kuh wird bewertet: nach ihrem Körperbau, ihrem Euter, ihrem Fundament und unter anderem auch, welche Milchinhaltsstoffe sie hat. Also ob sie eher einen hohen Fettgehalt in der Milch hat oder einen geringeren, genauso beim Eiweiß.

Wenn alle sechs Wochen die Milchkontrolle ansteht, kann Friderike überprüfen, wie gut es ihren Milchkühen wirklich geht. Denn die Milchproben liefern ihr viele wichtige Informationen über die Gesndheit ihrer Tiere.

Von der Milch im Messbecher wird dann eine Probe genommen, die ins Labor geschickt wird. Foto: privat

Die Inhaltsstoffe sind im gewissen Maß auch genetisch veranlagt und fließen daher in den Zuchtwert mit ein. Mit diesen Daten kann man dann den Bullen aussuchen, der genetisch am besten zu dieser Kuh passt. Denn ein Bulle kann auch einen höheren oder geringeren Eiweiß-/Fettgehalt vererben.

Wenn alle sechs Wochen die Milchkontrolle ansteht, kann Friderike überprüfen, wie gut es ihren Milchkühen wirklich geht. Denn die Milchproben liefern ihr viele wichtige Informationen über die Gesndheit ihrer Tiere.

Jede Kuh hat für ihre Milchprobe ein eigenes Gefäß. Foto: privat

Ganz grundsätzlich streben wir einen Fettgehalt von 4,0 Prozent und einen Eiweißgehalt von 3,4 Prozent an. Aber natürlich schauen wir dabei auf die Gesundheit der Kühe, die wir an den Werten auch festestellen können. Denn an den Inhaltsstoffen können wir eine Stoffwechselkrankheit erkennen. Das sind zum Beispieß eine Energieunterversorgung (Ketose) oder eine Pansen Übersäuerung (Acidose).

Wenn alle sechs Wochen die Milchkontrolle ansteht, kann Friderike überprüfen, wie gut es ihren Milchkühen wirklich geht. Denn die Milchproben liefern ihr viele wichtige Informationen über die Gesndheit ihrer Tiere.

Der Kontrolleur muss sich die Daten für jede Probe genau notieren. Foto: privat

Die Krankheiten hängen mit der Fütterung zusammen: Füttere ich eine Ration mit einem zu geringen Energiegehalt, entwickeln meine Kühe eine beispielsweise eine Ketose. Diese Krankheiten färben sich auf die Milchleistung, die Inhaltsstoffe und natürlich den allgemeinen Zustand Kuh ab. Jedoch können diese Krankheiten verdeckt und subklinisch auftreten und um die akute Krankheiten zu verhindern, können wir mit den Ergebnissen der Milchleistungsprüfung auf die Fütterung reagieren.

Wenn alle sechs Wochen die Milchkontrolle ansteht, kann Friderike überprüfen, wie gut es ihren Milchkühen wirklich geht. Denn die Milchproben liefern ihr viele wichtige Informationen über die Gesndheit ihrer Tiere.

Ganz grundsätzlich streben wir einen Fettgehalt von 4,0 Prozent und einen Eiweißgehalt von 3,4 Prozent an. Foto: privat

Meistens sind die Ergebnisse nur eine Bestätigung, denn wenn man täglich füttert und die Tiere vor Augen hat, entwickelt man ein Gefühl dafür, ob das Futter passt oder nicht.

Die somatischen Zellen allerdings geben uns Aufschluss über die Gesundheit des Euters, auch in einem gesunden Euter sterben Zellen ab und gelangen in die Milch. Das ist der ganz natürliche Regenerationsprozess. Ist nun eine Entzündung in dem Euter, so steigen die Zellen an, denn der Organismus der Kuh wehrt sich dagegen. Wir können dann feststellen, ob sich eventuell eine Entzündung anbahnt, sie abheilt oder sie chronisch geworden ist.

Somit bekommen unsere Kühe alle 6 Wochen einen Gesundheitsupdate. So oft gehen nicht mal wir Menschen zum Arzt 😉

Bis bald,

Eure Friderike

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Friderike ist als Hofheld-Bloggerin exklusiv powered by KTBL. Was auf ihrem Hof sonst so los ist, zeigt sie Dir hier.

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